30. August 2010 06:29;  Akt: 30.08.2010 06:30

Treibholz spaltet Rafting- Veranstalter

Treibholz spaltet Rafting-Veranstalter Schmelzinger: Die Entscheidung, zu fahren, war in meinen Augen richtig. - ©VOL Live/Sascha Schmidt
von Martina Zudrell - (VN) Alberschwende -  Die Betreiber der unglücklich verlaufenen Rafting- Tour wehren sich gegen Kritik – sie wollen kein Treibholz gesehen haben.  16 Kommentare
Das Durchführen von Rafting- Touren auf der Bregenzerach ist in Vorarlberg lediglich drei Unternehmen per Konzession vom Land Vorarlberg erlaubt. Nämlich High5 (Lingenau), Aktivzentrum (Oberstaufen) und Canyoningteam Vorarlberg (Bregenz). Nur High5 sagte seine Tour für 38 Personen am Samstag ab, und verzichtete so nach eigenen Angaben auf einige Tausend Euro Umsatz. Die beiden anderen Unternehmer führten ihre Touren durch und wurden nach dem Unglück von High5- Chef Chris Alge scharf kritisiert: „Unsere Guides beurteilten die hohe Fließgeschwindigkeit der Ache als kritisch. Zudem wurden treibende Baumstämme gesichtet, und wir haben deshalb die Tour abgesagt.“ Laut dem Schifffahrtsgesetz ist es verboten, bei Treibholz führender Ache Rafting durchzuführen. Von Treibholz wollen die anderen beiden Unternehmer nichts gewusst bzw. dieses nicht gesehen haben: „Zu dem Zeitpunkt, als ich auf den Bach ging, war kein Treibholz zu sehen“, erklärt Lutz Schmelzinger vom Canyoning- Team auf VN- Anfrage. Man habe auch mit der VKW Rücksprache gehalten, die Live- Kameras mit Blick auf die Ache betreuen. Auch dort wurde laut Schmelzinger kein Treibholz gesehen. Eine ähnliche Meinung vertritt auch Jürgen Koch, dessen Team ebenfalls auf der Ache unterwegs war: „Nach Aussage meiner Guides gab es kein Treibholz. Und nach Absprache mit anderen Guides vor Ort auch keine Veranlassung, die Tour abzusagen.“ Die Polizei hält sich bedeckt: „Ob Treibholz in der Bregenzerache gesichtet wurde, ist derzeit Gegenstand der Erhebungen.“ Dieses Detail dürfte zu einem wichtigen Indiz bei der Verschuldensfrage werden: „Derzeit gibt es über das Treibholz unterschiedliche Wahrnehmungen“, so die Polizeibeamten. Neben der Diskussion über das Treibholz sind die beiden Rafting- Unternehmer überzeugt, richtig gehandelt zu haben. „Wir sind das älteste Unternehmen, das die Ache befährt, und bis Samstag hatten wir noch nie einen derartigen Fall“, erklärt Koch. „Die Entscheidung, zu fahren, war in meinen Augen richtig“, so Schmelzinger.

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Es gibt 16 Beiträge zu diesem Thema
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Enttäuscht !
Bis gestern habe ich Gäste von mir zu Herrn Schmelzinger geschickt, nach dem Vorfall und der arroganten Art wie er und seine Guides damit umgegangen sind werde ich das nicht mehr tun !
Ich kann jetzt wirklich nur mehr Herrn Alge empfehlen, der meiner Meinung nach der einzige war der verantwortungsvoll gehandelt hat !
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Überschrift
Die Überschrift und dann noch ein Bild von Rettungsleuten und ein Portrait eines Menschen ist wirklich fehl am Platz, es wird der Eindruck erweckt dieser Mann wurde vom Treibholz gespalten. Muss das denn sein ????
Das ist wirklich eine sehr schlechte Wortwahl, das selbe auch in den VN.

„Die Entscheidung, zu fahren, war in meinen Augen richtig“, so Schmelzinger. - wenn er das wirklich gesagt hat, dann sollte man ihm die Erlaubnis solche Touren zu veranstalten entziehen. Es war nicht 1 Boot, sondern mehrere, also kein "Zufall".
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Fluss mit Hochwasser und Treibholz
Dieser tragische Unfall ist nicht nur ein Fall für die Staatsanwaltschaft sondern auch durch das fehlen einer vollständigen Teilnehmerliste für die Finanzbehörde (Schwarzgeld?)!

Die Veranstalter haben grob fahrlässig gehandelt und gehören mit sämtlichen Konsequenzen zur Rechenschaft gezogen.

Wie kann man nach solch einem Unfall nur sagen die Entscheidung zu fahren war richtig!

Zum Glück gab es keine Tote.
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Guids zur Verantwortung ziehen
Ich war bei der Suchaktion dabei und kann nur sagen das auch ich als erfahrener Rafter mit niemandem der keine Erfahrung im Rafting hat zu dieser Zeit in die Ache gegangen wäre. Es war absolut Lebensgefährlich. Es waren nicht nur Äste im Wasser. AN mir sind ganze Baumstämme mit einem Affenzahn vorbeigeschwommen. Es ist auf jeden Fall ein Wunder das alle Überlebt haben.

Ganz zuschweigen von der Arroganz die die Guids an den Tag gelegt haben. Dieses desinteresse und das "naja blödgelaufen"
hat mich zur weissglut gebracht.

CIh hoffe das nicht nur die Veranstallter sondern vor allem die Guids zur Verantwortung gezogen werden , denn die hätten sagen müssen :"Da gehen wir nicht rein"
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Als erfahrenen Rafter...
...könnte man auch wissen, dass die CIC keine Raftguides sondern nur Schluchtenführer ausbildet. Diese sorgen auch seit Jahren für ordentlich und sicher ablaufende Touren im Bregenzerwald und im ganzen Vorarlberg und sind zum Teil als Mitglieder der Bergrettung an vielen Rettungs- und Hilfsaktion in Not geratener Menschen beteiligt, ohne es an die große Glocke zu hängen.Selbstverständlich eben.

Alle Raftguides haben das staatliche Patent und die Ausbildung dazu hinter sich - jeder ist sich im Klaren und hat es gelernt die Situationen, bei denen man nicht auf den Fluß darf zu erkennen und einzuschätzen.
Warum wird die nachträgliche Meinng eines "Helden" der sich Selbsherrlich vor der Kamera präsentiert in vielen Beiträgen höher Gewichtet, als die Einschätzung von 9 Bootsführern, von denen keiner mit dem Gedanken losfährt sich und andere zu gefährden....
Eine Antwort darauf ist nicht wirklich nötig - Selbstherrlichkeit, Selbstgefälligkeit und Imagewerbung auf Kosten der anständigen Helfer und Beteiligten darf sich aber nicht auszahlen.
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Vielen Dank !
Das erhellt die unklaren Meldungen von vol.at.

Interessant wäre folgendes.
Kann es sein, dass zur Zeit der Abfahrt der Boote keine Baumstämme im Wasser waren, sondern diese erst später heruntergespült wurden?
Und dass der Wasserspiegel erst im Laufe der Rettungsaktion weiter gestiegen ist?
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Ich bin schon etwas verwundert
Wir haben schon bei allen drei Unternehmen gebucht.

Lutz Schmelzinger kennen wir als kompetent und er hat bisher meiner Erfahrung nach, zumindest bei unseren Unternehmungen vorsichtig genug gehandelt.

Mich wundert allerdings, dass nicht bekannt gewesen sein soll wieviel Personen sich in welchem Boot befunden haben.

Weil Chris Alge den ich auch kenne "scharfe Kritik" ausübt.
Seine Reaktion kommt für manche leider nicht unerwartet.


Es hängt aber auch von den im Boot befindlichen Personen ab. Gefahrensituationen zu meistern hat auch viel mit der eigenen Persönlichkeit und Kondition zu tun.
Zum Beispiel hat sich einer meiner Kollegen, ein gut durchtrainierter Sportler trotz der Anweisung vom Guide vor Beginn seiner ersten Raftingfahrt nicht abgekühlt. Nachdem er sich bei einer kleinen Wasserschnelle absichtlich hinausfallen ließ, erlitt er zu unser aller Überraschung trotz Neoprenanzug einen Kälteschock.
Nach einem kurzen Schrecken war es kein Problem ihn unverletzt zu bergen. Es hätte auch schlimmer enden können.

PS:
Wer schon mal in Schladming die Enns hinunter gefahren ist.
Dort fahren gar keine Guides mit. Der Fluss ist so verblockt, dass fast jeder Sturz ob absichtlich oder nicht, zu blauen Flecken und Abschürfungen führt.
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schliese mich der Meinung von "mir sind dra" an
Lutz Schmelzinger habe ich letzte Woche auch bei einer Tour kennengelernt. Dabei hat er sich kompetent und meiner Meinung nach fast zu vorsichtig gezeigt.
Wenn ich solch eine Tour mitmache, so rechne ich schon im Vorfeld mit einem blauen Fleck und gehe auch das Risiko ein, zwar nicht meine Gesudtheit zu ruinieren, aber doch größeren Blessuren abzubekommen.
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naja
jetzt ist einfach über ihn zu urteilen, wie immer im nachhinein ist man immer gscheider.
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Na wenn der Lutz Schmelzinger meint,
es wäre richtig gewesen zu Fahren, dann kann er ja nun im Nachhinein, wo es sich als lebensgefährliche Fastkatastrophe
herausstellte, auch für die Konsequenzen geradestellen!!!

Das heisst für alle entstandenen Kosten für die Rettungskräft,
die Heilis ect. aufkommen, so muss das ausschauen, denn wer
ausser solch ein geldgeiler Veranstalter muss hier für die Einsätze
zur Verantwortung gezogen werden....
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Kennen sie sich aus?
Sind sie schon mal mit einem Raftingboot gefahren?
Kennen sie die Bregenzer Ache?
Ist ihnen bekannt, dass ziemlich am Anfang der Raftingfahrt eine Sohlschwelle durch den Fluss führt?

Also auf welche kompetenten Grundlagen stützen sich ihre Aussagen?

Hoffentlich nicht auf die Berichterstattung, denn die ist aus marktingtechnischen Gründen bewusst sensationsgeil.

Nachdem ca. 25 Personen in den Fluss gefallen sind, sich aber die meisten selber Retten konnten, wundert es mich keine Sekunde wesshalb letztendlich 74 Personen gesucht werden mussten.
Ein Teil von denen ist mit Sicherheit rechts und links den Fluss abwärts gelaufen und hat anderen geholfen. Ein Teil hat sich "irgendwo" hingesetzt (oder hat sich von jemanden zu seiner Kleidung bringen lassen.. Die nicht gekenterten Boote haben sich ebenfalls auf dem Flusslauf rechts und links verteilt.
Und letztendlich konnte bei 240 Rettungskräften keiner mehr so genau sagen wer denn noch fehlt.

PS: Ich war Einsatzleiter bei einer Rettungsorgansisation und habe solche Situtationen leider schon öfters erlebt.
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Das muss aber weh tun ...
... wenn Treibholz die Veranstalter spaltet. Gemeint war wohl was anderes - vielleicht, dass sie in ihrer Einigkeit gespalten sind oder oder in ihren Meinungen oder so. Aber für vol.at-Redakteure ist das sicher normal.
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Treibholz spaltet Rafting- Veranstalter
Gibt es Bilder davon? Der Arme wird wohl im Krankenhaus liegen!

Deutsche Sprache - schwierige Sprache!
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...::: ! :::...
Zitat:
Schmelzinger: Die Entscheidung, zu fahren, war in meinen Augen richtig.

Fazit:

wie richtig es war, haben wir alle gesehen!
immerhin war es einer der größten Sucheinsätze, die es in den vergangenen Jahren in Österreich gegeben hatte. "Es mussten nach 74 Teilnehmern entlang eines rund zwei Kilometer langen Ufers an einem Hochwasser führenden Fluss gesucht werden", erklärte Richard Eberle im APA- Gespräch. Die Suche wurde durch die Tatsache, dass die Veranstalter keine genauen Teilnehmerzahlen vorlegen konnten, extrem erschwert.

Sehr professionell , aber immerhin .... Die Entscheidung, zu fahren, war in meinen Augen richtig. so Schmelzinger
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Auf den ORF Bildern ist eindeutig
Treibholz zu sehen, weiss gar nicht was die Diskussionen sollen, das war fahlässig und sollte für die Zukunft auch dementsprechende Konsequenzen haben!

Dann werden es sich manche vielleicht das nächste mal überlegen, bevor solche Idioten wieder ein *Fahren* freigeben, bevor es dann wirklich Tote gibt!!!

Und es ist ja nicht zufällig 1 Boot gekentert, sondern komischerweise ALLE 8, das alleine muss einem doch schon zu denken geben.....
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Bilder und Informationen
Auf vielen Bildern im Internet ist auch das Wehr zu sehen,dass wohl befahren wurde und an dem gekentert wurde - Es sind immer Bilder vom Kennelbacher Wehr, das sicher nicht Teil der Strecke ist.
Daher wäre ich mal vorsichtig mit den Bildern, die sich so im Internet befinden. Treibholzbilder habe ich selber zahlreiche im Archiv. Vor Ort und auf der Strecke war auf jeden Fall keines zu beobachten.

Wenn alle 8 Boote die gleiche Bootsgasse befahren ist das dann sicher kein Zufall dass auch die Mehrzahl kentert, auch wenn es nicht alle 8 waren - dazu sollte man sich auch mal mit den Bootsführern unterhalten. die an dem Tag unterwegs waren. Diese sind sicher keine Idioten oder spaß- und geldgeil, sondern gehen seit vielen Jahren gewissenhaft Ihrem Beruf nach und sind zum großen Teil auch Familienväter, denen das Wort Verantwortung durchaus bewußt ist.
Auch aus diesem Grund wurden an diesem Tag Gruppen bei denen Kinder dabei gewesen wären auch von den beteiligten Unternehmern abgesagt ohne an finanzielle Dinge zu denken.

Hier braucht sich kein Mensch, der möglicherweise nicht einmal Gäste hatte, selbstherrlich und mit gezielten Fehlinformationen über die anderen stellen. Kapital aus einer entstandenen Notsituation schlagen zu wollen ist in meinen Augen das verwerflichste was man hier tun kann.

Die angeblich entgangenen mehreren tausend Euro eines Veranstalters durch seine angebliche Absage sind sicher durch die Einblendung im staatlichen Fernsehen oder auch auf den Internetseiten für Ihn mehrfach wieder herein gekommen.
Anders ist es nicht zu erklären, dass dieser Mensch sich am Ort, wo sich alle Bemühen einen Überblick zu bekommen und die Menschen nach der Situation versorgt wurden, als unbeteiligter vor die Kameras begibt, ja quasi danach sucht, wo er seinen verbalen Müll loswerden kann.

Zum Glück habe ich die Vorarlberger und die Menschen im Bregenzer Wald in den vergangenen Jahren als hilfsbereite Menschen kennen und schätzen gelernt, die nicht viel aufhebens machen wenn es darum geht anderen zu helfen und kann diesen Menschen, der sich und sein Unternehmen sehr selbstgerecht präsentiert, dann als Randerscheinung gerade noch ertragen.
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