Poker um F. M. Hämmerle

Poker um F. M. Hämmerle VN
Dornbirn - Nach der Übernahme der in Konkurs befindlichen Dornbirner Textilwerke F. M. Hämmerle durch die indische Oswal- Gruppe ist ein neuer Poker um das Unternehmen im Gange.
 
 
Nachdem die indische Oswal- Gruppe den Zuschlag zur Übernahme der insolvent gewordenen Dornbirner Textilwerke F. M. Hämmerle erhalten hat, laufen schwierige Verhandlungen zwischen den neuen Eigentümern und dem bisherigen Eigentümer Josef Hahnl.

Dabei geht es um das Schnüren eines Gesamtpaketes, in dem Mietverträge, Lizenzen und ein Joint Venture neu geregelt werden müssen. Über das ganze Wochenende wurde hart verhandelt, die Gespräche waren auch gestern bei Redaktionsschluss noch im Gang.

Eine Einigung war nicht in Sicht, die Gespräche mit Josef Hahnl wurden als Telefonkonferenzen abgewickelt. Der Rechtsvertreter der neuen Eigentümer, der Dornbirner Rechtsanwalt Klaus Fischer, betonte gegenüber den „VN“, dass die Verhandlungen nicht abgebrochen sind. Fischer ging gegenüber den „VN“ davon aus, dass es doch eine gemeinsame Lösung gibt. Josef Hahnl ist Eigentümer der Immobilie des Hämmerle- Werks Fischbach. Sägen gehört der Stadt Dornbirn und das Werk Steinebach der Hämmerle- Holding. Dem Vernehmen nach will Hahnl von den neuen Eigentümern eine Miete von rund 72.000 Euro monatlich für Fischbach.

Hahnl pessimistisch

Nicht sehr zuversichtlich gab sich Josef Hahnl zu den „VN“. Er machte dabei deutlich, dass es bei ihm kein Nachgeben in den strittigen Punkten geben werde. Was den Bereich der Mieten anbelange, so gebe es mehrere Interessen, die die Immobilie mieten würden. Allerdings, so Hahnl, sei ihm wichtig, dass die früheren Hämmerle- Mitarbeiter in dem von den Indern zugesagten Ausmaß auch tatsächlich beschäftigt werden.

Laut Arbeiter- Betriebsrat Reinold Diem wird heute bei Hämmerle die Produktion noch stillstehen. Mittlerweile sind auch die Gespräche zwischen den neuen Eigentümern und den Mitarbeitern angelaufen. Die Berater von Arbeiterkammer, Arbeitsmarktservice und der Arbeitsstiftung haben ihre Arbeit vor Ort im Wesentlichen abgeschlossen. Sie werden jetzt den Arbeitnehmern behilflich sein, damit diese ihre ausständigen Gelder erhalten.


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Kommentar von:Vertreter01.09.2008 13:06 Uhr
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es geht immer weiter
die verantwortlichen tragen die ganze verantwortung und verhandeln wei immer ausgezeichnet. natürlich vor allem zugunsten ihrer zulieferer und mitarbeiter (deren familien bzw. angehörigen).

eine große anzahl von arbeitern ist ohne job. die gläubiger schauen durch die finger. die vielen betroffenen können zwar nicht mitverhandeln. sie haben aber viele unterstützer bei der ak, gewerkschaft und aus der politik, oder vielleicht auch nicht ... egal

warum soll es jetzt nicht mehr weitergehen? firmenschließungen konkurse, das hat es in der industrie schon oft gegeben., darunter aber wahrscheinlich wenige fälle, dass die verantwortlichen mit ihrem gesamten vermögen z.b. auch Liegenschaften, auslandskonten usw. haften. man muss schließlich überleben und es soll weitergehen ...
Kommentar von:carbonara01.09.2008 08:46 Uhr
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Gemeinsame Lösung?
Jeder schaut auf sich - das Schicksal des kleinen Mannes (fleissige, treue Arbeiter) interessiert nur am Rande.
Von den Gläubigern, die nicht mal 10 % ihrer Aussenstände bekommen gar nicht zu reden. Solche Zulieferer könnten auch noch ins Schleudern kommen.

Ich bin gespannt wie es weitergehen wird.
 
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