Neuwahl bringt vorzeitige Abschiede im Nationalrat

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Ob Cap dem Parlament erhalten bleibt, ist noch unklar
Ob Cap dem Parlament erhalten bleibt, ist noch unklar - © APA
Die vorgezogene Nationalratswahl verkürzt auch so manche Parlamentarier-Karriere um ein Jahr. Verschiedene prominente Abgeordnete haben bereits angekündigt, auf ein neuerliches Antreten zu verzichten. An der Spitze steht hier Jakob Auer. Der Bauernbund-Obmann ist längst dienender Abgeordneter und seit 1986 Mitglied des Hohen Haus.

Noch unklar ist, ob Josef Cap, der ebenso lange Parlamentarier ist, wieder ein Mandat erhält. Der langjährige SPÖ-Klubobmann hält sich in dieser Frage bedeckt.

Jedenfalls in den parlamentarischen Ruhestand tritt die frühere Finanz- und Innenministerin Maria Fekter (ÖVP). Seniorensprecherin Gertrude Aubauer denkt ebenfalls über einen Rückzug nach. Den plant auch der frühere Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle.

Bei der SPÖ sind jedenfalls prominente Abgänge zu erwarten, etwa Sicherheitssprecher Otto Pendl. Ihre lange parlamentarische Karriere beendet Frauensprecherin Gisela Wurm. Walter Schopf und Franz Kirchgatterer werden auch nicht mehr kandidieren. Gleiches gilt für Elmar Mayer.

Ziemlich stabil schaut es bei den Freiheitlichen aus, wo derzeit keine Abgänge bekannt sind. Allerdings dürfte Walter Rosenkranz nach der Wahl nur recht kurz bleiben, steht bei ihm nach der kommenden Landtagswahl doch ein Wechsel nach Niederösterreich an.

Bei den Grünen zieht sich Tanja Windbüchler-Souschill freiwillig zurück. Eva Mückstein erhält kein Mandat mehr. Keine weitere Kandidatur peilt Karl Öllinger an. Bei Georg Willi hängt es davon ab, ob ihn die Innsbrucker Grünen zum Spitzenkandidaten für die Bürgermeister-Wahl küren.

Seitens der NEOS werden sich Stand jetzt alle acht Mandatare wieder um ein Mandat bemühen. Beim Team Stronach könnte Christoph Hagen nicht mehr dabei, auch Waltraud Dietrich dürfte auf ein Wiederantreten verzichten.

Härter wird der Kampf um ein Mandat diesmal für die Männer der Koalition. Denn das Reißverschluss-Prinzip, das diesmal bei Rot und Schwarz verbindlich zum Einsatz kommen soll, dürfte angesichts ihres bisherigen Überhangs so manchem männlichen Abgeordneten das Mandat kosten.

(APA)

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