7. August 2009 17:12; Akt.: 7.08.2009 17:12

Neun Wahlvorschläge wurden eingereicht

Neun Wahlvorschläge wurden eingereicht © VN
Bregenz - Acht Parteien und Listen werden bei der Vorarlberger Landtagswahl am 20. September um die Stimmen der rund 260.600 Wahlberechtigten buhlen. Zwar meldete sich am Freitag zwei Stunden vor Ablauf der Frist noch die Liste “Südsee – Partei für Jugend & Bürgerinitiativen” zur Wahl an, doch wird der Wahlvorschlag wegen formaler Mängel abgewiesen werden.

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Auf dem Wahlzettel werden aufscheinen: ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne, BZÖ, “Die Gsiberger”, “Kiebitz” und “wir-gemeinsam.at”.

Die Liste “Südsee” wollte im Gegensatz zu den anderen wahlwerbenden Parteien nicht landesweit, sondern lediglich im Bezirk Dornbirn antreten. Aber auch das wird nicht klappen. “Aufgrund formaler Mängel haben wir nicht die erforderliche Anzahl von 100 Unterstützungserklärungen zusammengebracht. Der Wahlvorschlag wird abgelehnt”, erklärte Listen-Initiator Oswald Jäger gegenüber der APA. Damit griff er den Sitzungen der Landeswahlbehörde am 10. und am 19. August vor. Die Liste “wir-gemeinsam.at” brachte ihren Wahlvorschlag ebenfalls am Freitag ein, die anderen Interessenten hatten dies bereits zuvor erledigt.

Damit werden bei der heurigen Vorarlberger Landtagswahl wie 2004 acht Gruppierungen um den Einzug in den Landtag kämpfen. 1994 und 1999 waren sogar jeweils neun Parteien und Listen auf dem Wahlzettel notiert. Zum Vergleich: In Salzburg kandidierten heuer fünf Parteien, in Kärnten ebenfalls acht. In Tirol waren 2008 sieben Gruppierungen zur Landtagswahl angetreten.

Erstmals zur Wahl stellen sich in Vorarlberg das BZÖ, das 2004 noch nicht existierte, “Kiebitz” und “wir-gemeinsam.at”. Das Wahlbündnis “Die Gsiberger” setzt sich aus mehreren Listen zusammen, darunter auch “Vau-Heute” und “Die Buntkarierten”, die bereits in der Vergangenheit angetreten sind. Von den 2004 wählbaren Interessengemeinschaften dieses Mal nicht mehr dabei sind die “Liste Freier Bürger – FNG” rund um den Bregenzer Rechtsanwalt Wilfried Ludwig Weh sowie der Landwirt Georg Fritz.

Neben den bekannten Spitzenkandidaten der Landtagsparteien – Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP), Michael Ritsch (SPÖ), Dieter Egger (FPÖ), Johannes Rauch (Grüne) – bewerben sich als weitere Listenerste Wolfgang Maurer (BZÖ), Bernhard Amann (“Gsiberger”), Helmut Putz (“Kiebitz”) und Helmut-Robert Bitschnau (“wir-gemeinsam.at”). Sämtliche Spitzenkandidaten der nicht im Landtag vertretenen Parteien haben bereits politische Erfahrung gesammelt und bei Wahlen auf Gemeinde-, Landes- oder Bundesebene kandidiert.

Geht es nach der Geschichte des Vorarlberger Landtags, dürfen sich die Listen allerdings keine zu großen Hoffnungen machen: Bis auf die vier etablierten Landtagsparteien hat in Vorarlberg noch keine Gruppierung jemals den Einzug in den Landtag geschafft.


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