Neues Ölz-Werk in Vorarlberg: Dornbirn gibt noch nicht auf

Von Matthias Rauch (VOL.AT)
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Dornbirn – Das neue Werk des Dornbirner Traditionsunternehmens Meisterbäcker Ölz wird nicht in Dornbirn entstehen. Der Grund: Kein Grundstück erfüllt die Ansprüche des Unternehmens – und zeigt damit auch den zunehmend engen Spielraum der Gemeinden.

Grundsätzlich gibt es in Dornbirn durchaus noch Raum für eine Erweiterung der Produktion des Backunternehmens – aber jedes mit einem Haken: Das brachliegende Areal direkt neben dem Hauptbetrieb an der Ach ist als Reservefläche für die Fachhochschule vorgesehen und so dem Land versprochen. Auch beim Werk in Dornbirn Wallenmahd wäre ein ausreichend großes Areal angrenzend. Dieses ist jedoch in privater Hand und steht nicht zum Verkauf. Ein reines Baurecht sei aber für Ölz keine Option, erklärt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann.

Grundstücke werden kaum verkauft

Dornbirn hätte bis vor kurzem über ein passendes Grundstück verfügt, dies ging jedoch an Blum, bevor der Bedarf von Ölz bekannt wurde. Auch alle anderen im Dornbirner Stadtgebiet gelegene ausreichend große private Betriebsgrundstücke stehen derzeit nicht zum Verkauf. Daran wird sich so schnell nichts ändern. Der Trend geht weiterhin zur Investition in Immobilien, kaum jemand sieht Bedarf für einen Verkauf von Grund und Boden – weder Private noch Unternehmer.

Gemeinden auf Vermittlerrolle reduziert

Diese Situation stellt wohl nicht nur die Stadt Dornbirn vor Herausforderungen. Im Rathaus der Messestadt hätte man das neue Werk durchaus gern in der eigenen Stadt gesehen. Bis auf den Versuch der Vermittlung zwischen Unternehmen und Grundstückseigentümer hat man jedoch wenig Möglichkeiten. Gerade Dornbirn verwies immer stolz auf den umfangreichen Grundbesitz, und selbst hier stößt man bei den Wünschen von Ölz an Grenzen. Andere Gemeinden sind hier nicht so stark aufgestellt.

Dornbirn hofft auf eigene Lösung für Ölz

Dies gilt auch für andere Bautätigkeiten, wie beispielsweise sozialen Wohnbau. Wenn man kein geeignetes Grundstück in Gemeindebesitz hat, wird es schwierig. Zumindest in Dornbirn will man so schnell nicht aufgeben und hofft doch noch, eine Lösung für Ölz innerhalb der eigenen Gemeindegrenzen zu finden. Eine Umwidmung von Grünzonen für das Ölz-Werk schließt Kaufmann dezidiert aus.

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