Nepal von Erdbeben der Stärke 5,6 erschüttert

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Beim verheerenden Erdbeben im April 2015 starben rund 9.000 Menschen
Beim verheerenden Erdbeben im April 2015 starben rund 9.000 Menschen - © APA (AFP)
Nepal ist Montagfrüh von einem Erdbeben der Stärke 5,6 erschüttert worden. Das Epizentrum lag in der Nähe des Mount Everests rund 150 Kilometer nordöstlich von Kathmandu, wie das Nationale Erdbebenzentrum mitteilte. In den Städten und Ortschaften in der Nähe war der Schaden minimal, wie die lokalen Behörden bestätigten. Durch eine Lawine gab es ein Todesopfer.

Die Lawine wurde von dem Beben auf dem knapp 7.000 Meter hohen Berg Ama Dablam ausgelöst, wie das Expeditionsunternehmen Himalayan Guides mitteilte. Ein Lager nahe des Gipfels wurde getroffen, ein Sherpa starb und ein britischer Kletterer wurde verletzt. “Er wurde per Helikopter in ein Krankenhaus in Kathmandu gebracht und wird dort behandelt”, sagte Geschäftsführer Ishwari Paudel.

Lokale Medien berichteten, dass rund um das Epizentrum Menschen aus ihren Häusern auf die Straße liefen, als sich das Beben gegen 5.20 Uhr Ortszeit ereignete. Laut dem nationalen Erdbebenzentrum handelte es sich um ein Nachbeben des verheerenden Bebens vom April 2015, bei dem fast 9.000 Menschen starben und mehr als 22.000 verletzt wurden. Fast eine Million Häuser wurden damals zerstört. Das Beben hatte damals eine Stärke von 7,8. Zehn Tage später folgte ein Nachbeben der Stärke 7,3.

Die Himalaya-Region, in der Nepal liegt, ist geologisch äußerst aktiv. Dort schiebt sich die Indische Kontinentalplatte mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Zentimetern pro Jahr unter die Eurasische Platte – was immer wieder zu starken Beben führt.

Im Juni dieses Jahres warnte ein Forscherteam der University of Colorado in Boulder vor weiteren Starkbeben in der Region. Die Spannung entlang der Bruchkante habe sich beim Beben im Jahr 2015 nur minimal entladen. “Der gesamte Himalaya-Bogen enthält vielleicht Dutzende Abschnitte mit Spannung, die sich künftig in größeren Erdbeben entladen könnte”, schrieben die Forscher im Fachblatt “Nature Geoscience”.

(APA/dpa)

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