Nachfolger gesucht: Über 2000 Vorarlberger Unternehmen übergeben bis 2023

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Um wertvolles Know-How zu sichern, gilt es, eine Firemnübergabe frühzeitig zu planen.
Um wertvolles Know-How zu sichern, gilt es, eine Firemnübergabe frühzeitig zu planen. - © Symbolbild: VN/Hofmeister
In den kommenden sechs Jahren stehen über 200 Unternehmen im Ländle vor der Übergabe. Egal ob in der Familie, durch Mitarbeiter oder durch Aufkauf, es gibt viele Möglichkeiten, ein Unternehmen nach dem Rückzug des Gründers erfolgreich in die Zukunft zu führen. Dabei ist eine erfolgreiche Fortführung des Unternehmens nicht nur im Interesse des Unternehmers, wie die “VN” berichten.

In jüngster Vergangenheit gab es mehrere erfolgreiche Firmenübergaben im Ländle. So wurde die Metzgerei Walser in Meiningen vom Lebensmittelhersteller 11er übernommen, die Firma BMW Baumgartner hat ihr alteingesessenes Autohaus an die Firma Unterberger übergeben und Elektro Kirchmann in Langen wird in Zukunft von zwei langjährigen Mitarbeitern geführt.

Vor allem die Erhaltung von Arbeitsplätzen, die Wahrung von Know-How und die Weiterführung von langjährigen Kunden- und Lieferantenbeziehungen sind gute Gründe, ein Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Deshalb unterstütze die Wirtschaftskammer auch Unternehmen bei der Übergabe, erklärt Christoph Mathis, Leiter des Gründerservice der Kammer, gegenüber den “VN”.

Eine Fülle von Fragen

Denn das Thema sein oft komplexer als gedacht: Eine Fülle von Frage müsse vor der Übergabe geklärt werden. “Haftungen für Abfertigungsansprüche, Verbindlichkeiten oder Garantieleistungen können zu unerwarteten Belastungen führen. Auch steuerlich sind zahlreiche Fragen zu klären,” gibt Mathis zu bedenken. So müssten zum Beispiel bei einem Verkauf zum Marktwert anfallende stille Reserven versteuert werden.

Hier sei es wichtig, darauf zu achten, dass die Übergabe steuerschonend über die Bühne gebracht wird. Bei Übergaben innerhalb der Familie müssten erbrechtliche Fragestellungen oft schon vor der Übergabe beantwortet werden, auch wenn der Übergeber sich damit vielleicht noch gar nicht auseinander setzen will.

Frühzeitig Überblick schaffen

“Bei einer Übernahme durch Mitarbeiter oder Betriebsfremde wird man sich auf einen Firemenwert einigen müssen, was meist Gegenstand langer Verhandlungen werden kann,” berichtet Mathis und das koste Zeit. Sollten gewerberechtliche Voraussetzungen oder die finanziellen Mittel beim potentiellen Nachfolger fehlen, müssten hier ert einmal Lösungen gefunden werden. “Es sind daher auch frühzeitig Gespräche mit der Bank zu führen und entsprechende Konzepte vorzulegen.”

Deshalb sei es wichtig, sich frühzeitig über mögliche Fallstricke zu informieren und einen roten Faden für die Übergabe zu finden. Möglichkeit dazu bietet der Gründerservice bei einem Nachfolge-Frühstück am Mittwoch, 31. Mai 2017 um 8.30 Uhr.

(red)

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