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Nach Tod von 140 Patienten: Südafrika zahlt Entschädigung

Sie wurden vernachlässigt und starben deswegen: Nach dem Tod von rund 140 psychisch kranken Patienten im Jahr 2016 hat Südafrikas Regierung den Angehörigen erstmals eine Entschädigung zugesagt. Die Familien von 63 der Verstorbenen werden zunächst je 200.000 Rand (14.000 Euro) bekommen, erklärten die Rechtsanwälte der Angehörigen am Donnerstag.

Eine abschließende Entschädigungslösung für alle Patienten steht indes noch aus. Die Patienten waren aus Kostengründen von der Provinzverwaltung Gauteng aus einer psychiatrischen Klinik in Johannesburg in kleinere, nicht standard-gemäße Zentren verlegt worden, wo viele in Folge von Wassermangel oder Vernachlässigung starben. Der Skandal hat Südafrika tief erschüttert.

Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi brach bei einer Anhörung im Jänner in Tränen aus und sprach unter Anspielung auf das frühere rassistische Regime in Südafrika von einer Tragödie “wie zu Zeiten der Apartheid”. Nachdem der Tod der Patienten im vergangenen Jahr bekanntgeworden war, traten mehrere Vertreter der Provinz Gauteng zurück, bisher wurde jedoch noch niemand strafrechtlich verfolgt.

(APA/dpa)

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