Jüdisches Museum in Hohenems, erneute FP-Attacken: Dabei wurde im Landtagswahlkampf Vorarlberg schon international in Verruf gebracht. - © VN/Dieter Mathis
Während die Stadt Hohenems das Budget für das Museum von 240.000 Euro auf 220.000 gekürzt hat, bleibt die Subvention des Landes mit ebenfalls 240.000 Euro bestehen, der Bund steuert neuerdings 90.000 Euro bei, womit die überregionale Bedeutung des Hauses unterstrichen wird. Große Werbeeffekte für die Institution ergeben sich, so Loewy, durch Berichte über Ausstellungen in internationalen Medien. Zudem läuft die in Hohenems gestaltete Ausstellung über jüdische Alpin-Pioniere gerade in Wien. Sie wird später in deutsche Städte übernommen. Im Frühjahr realisiert das Museum ein Projekt zu Ritualbädern. An der grundsätzlichen Aufgabe, das Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen zu beleuchten, halte man, so Loewy fest. Dazu zähle auch die Auseinandersetzung mit dem Lebensumfeld von Muslimen, ein Programmaspekt des Hauses, der von Seiten der Regionalpolitik zuletzt kritisiert wurde. Zur Rücktrittsaufforderung hält Loewy abschließend fest, dass er als angestellter Direktor diesem gar nicht entsprechen könne und dass er in erster Linie auch weiterhin daran denke, mit seinem Team den Auftrag, den er von den Trägern des Museums bekommen habe, zu erfüllen.
Hanno Loewy im VOL Live-Interview