Mobilitätspreis an Kindergarten in Wolfurt

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Kindergarten-Kinder werden auf dem "Kindergartenweg" begleitet Kindergarten-Kinder werden auf dem "Kindergartenweg" begleitet - © VOL.AT/Hartinger
Wolfurt - Der Mobilitätspreis des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wurde 2012 an drei Volksschulen aus Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark sowie den Kindergarten Rickenbach in Wolfurt verliehen.

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Die vier Gewinner wurden vor allem dafür ausgezeichnet, dass die Kinder überwiegend zu Fuß zur Schule bzw. in den Kindergarten kommen. Dafür wurden sie am Montagabend von Gesundheitsminister Alois Stöger (S), von Vertretern des Umwelt- und Verkehrsministeriums und der ÖBB mit dem VCÖ-Mobilitätspreis geehrt.

Täglich legen die Österreicher rund 77 Millionen Kilometer mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. "Das entspricht 1.900 Mal rund um die Erde. Der Nutzen durch nachhaltige Mobilität ist groß: Die Menschen sind gesünder und umweltfreundlicher unterwegs, es gibt weniger Staus und nachhaltige Mobilität ist viel kostengünstiger als Autofahren", betonte VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak.

Jede zehnte Autofahrt kürzer als ein Kilometer

Doch vielen macht die Bequemlichkeit einen Strich durch die Rechnung. Jede zehnte Autofahrt in Österreich ist kürzer als ein Kilometer, jede zweite kürzer als fünf Kilometer. Übergewicht und Bewegungsmangel sind laut VCÖ zunehmende Probleme, in Österreich sind bereits vier von zehn Personen übergewichtig, jedes vierte Schulkind leidet an Übergewicht. Der VCÖ sprach sich daher für einen Masterplan aus: Jede Schule des Landes soll für Kinder sicher und leicht zu Fuß erreichbar sein.

"Kinderzügle" in Wolfurt

Dass dies auch möglich ist, zeigten die diesjährigen Gewinner des Mobilitätspreises. In Ranshofen wird eine verkehrsberuhigte Zone vor der Volksschule errichtet, in Salzburg-Lehen und im steirischen Wies können Autos nicht direkt vor der Schule halten und in Rickenbach (Wolfurt) wurde ein "Kinderzügle" umgesetzt: Erwachsene begleiten Kinder zu Fuß in den Kindergarten, Treffpunkt für die Kinder sind "Haltestellen". Die Begleitpersonen werden von der Polizei geschult.

Bewegung als Schlüssel

"Bewegung ist neben ausgewogener Ernährung ein Schlüssel zum Erhalt und zur Stärkung der Gesundheit. Jede Initiative, die sich mit Bewegung auseinandersetzt ist für unsere Gesellschaft wichtig. Gerade die Alltagsbewegung ist dabei besonders zentral", gratulierte Stöger. Insgesamt wurden beim VCÖ-Mobilitätspreis 223 Projekte eingereicht.

Neun weitere Projekte wurden in sechs Kategorien ausgezeichnet. So gewann etwa in der Kategorie "Städtische Mobilität" die TU Graz mit einem umfassenden Mobilitätskonzept. Dadurch kommen rund 600 Personen pro Tag weniger mit dem Auto zur Uni als noch im Jahr 2005. Es wurden 780 zusätzliche Radabstellplätze errichtet, der Kauf einer Öffi-Jahreskarte wird finanziell unterstützt, Parkgebühren für die Pkw-Plätze eingeführt.

Die weiteren Gewinner beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich sind die Österreichische Post AG, das Kärntner Projekt "E-Log Klagenfurt", das Umwelt-Bildungszentrum-Steiermark, "nextbike - das Fahrradleihsystem in Niederösterreich", "E-City-Bike Eisenstadt", das Ökoinstitut Südtirol, der Verein Thayatalbahn und als Privatperson Karl Nutz, der ein Solar-Lastenfahrrad entwickelt hat.

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