Unwetter sorgen für Murenabgang und Taubergung

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Die Libelle musste die Wanderer bergen.
Die Libelle musste die Wanderer bergen. - © VOL.at/Bernd Hofmeister
Starke Unwetter haben am Samstag eine sechsköpfige deutsche Wandergruppe in Mittelberg überrascht. Sie musste via Tau geborgen werden. Im Kleinwalsertal löste sich wegen des starken Unwetters eine Mure, und verlegte eine Straße.

Alpine Notlage in Mittelberg: Eine aus sechs Personen zwischen 10 und 42 Jahren bestehende Wandergruppe aus Deutschland startete heute Vormittag eine Alpin-Tour von der Fiderepasshütte zum Mindelheimer Klettersteig mit dem Tagesziel Mindelheimer Hütte. Der Klettersteig führt über die drei Schafalpenköpfe der Allgäuer Alpen und ist mit der Schwierigkeit C gekennzeichnet. Bei der Überschreitung des 3. Schafalpkopfes (2.280 Hm) wurden die Alpinisten von einem Schlechtwettereinbruch überrascht. Die Gruppe konnte aufgrund des Starkregens, Hagel und Wind sowie der Blitzschlaggefahr ihre Tour nicht weiter fortsetzen und setzte einen Notruf ab. Die sich in alpiner Notlage befindlichen Personen wurden mit dem angeforderten Polizeihubschrauber „Libelle“ ausfindig gemacht und konnten laut Polizei trotz erschwerten Witterungsbedingungen mittels Taubergung aus der misslichen Lage befreit werden. Sie wurden zurück zur Fiderepasshütte geflogen. Verletzt wurde niemand. Weiters im Einsatz standen die Bergrettung Mittelberg und die Polizei Kleinwalsertal.

Mure verlegt Straße

Ebenso am Samstag, gegen 14:45 Uhr, löste sich aufgrund eines starken Unwetters in Hirschegg, zirka 200 Meter nach der „Fuchsfarm“, Richtung Ifenbahn eine Mure. Diese verlegte die Schwarzwassertalstraße über eine Breite von vier Metern. Die Straße war dadurch in der Zeit von 14.45 – 15.40 Uhr nicht mehr passierbar. Aufgrund Unpassierbarkeit der Straße musste eine verletzte Wanderin, welche mit der Rettung in Krankenhaus gebracht werden sollte, in den Helikopter „C8“ verlegt werden, um den Weitertransport durchzuführen. Die verlegte Straße wurde von der Feuerwehr Riezlern und Hirschegg unter Zuhilfenahme eines Radladers wieder frei gemacht. Die Feuerwehren wurden zudem bis 17.40 Uhr zu vier weiteren Einsätzen in Privathäusern in Riezlern und Hirschegg gerufen, nachdem dort Wasser eingetreten war. Insgesamt waren die Feuerwehren bei den Ereignissen mit 42 Personen im Einsatz.

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