Missbrauchs-Prozess gegen Tiroler Anwalt vertagt

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Mühsam hat sich am Montag der Auftakt des Prozesses am Landesgericht Innsbruck gegen einen Tiroler Ex-Anwalt wegen versuchten sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen gestaltet. Die Verteidigung des emeritierten Juristen beantragte die Verlesung des sechs Bände umfassenden Gerichtsaktes. Dies werde einige Tage in Anspruch nehmen, meinte Richter Markus Neyer.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem 61-Jährigen vor, im Februar 2011 versucht zu haben, mit einer damals 17-Jährigen als Gegenleistung für seine anwaltlichen Dienste Geschlechtsverkehr zu vollziehen. Dem Beschuldigten drohen im Falle einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft. Der Angeklagte bekannte sich vor Gericht nicht schuldig. Die Angaben des vermeintlichen Opfers seien falsch, die mittlerweile 19-Jährige habe ohnehin schon zugegeben, vor der Polizei gelogen zu haben. Zudem habe er sie unter anderem aufgrund ihres Gesundheitspasses "auf 25 Jahre geschätzt", beteuerte der Beschuldigte.

Außerdem soll der 61-Jährige im Frühjahr 2011 zwei Prostituierte beharrlich verfolgt haben. Er soll sie an ihren Standplätzen aufgesucht und trotz deren Weigerung weiter belästigt haben. Auch diese Vorwürfe bestritt die Verteidigung vehement. Der Angeklagte sei lediglich juristisch beratend tätig gewesen, es handle sich um "konstruierte Vorwürfe". Eine vor Gericht als Zeugin erschienene Prostituierte erklärte jedoch, dass ihr der ehemalige Jurist bis heute wegen Streitigkeiten um eine frühere anwaltliche Vertretung nachstelle, sie am Standplatz beobachte und auch ihre Wohnung im Auge behalte.

Nachdem dies bereits zweimal geschehen ist, ist der Prozess am Montag auch ein drittes Mal vertagt worden. Das Verfahren soll im Oktober fortgesetzt werden, teilte Richter Neyer mit. Ein genaues Datum steht noch nicht fest.

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