Minister beraten in Kanada über Umsetzung von Klimaabkommen

Kanadische Umweltministerin McKenna mit Chinas Vertreter Xie Zhenhua
Kanadische Umweltministerin McKenna mit Chinas Vertreter Xie Zhenhua - © APA (AFP)
Auf Initiative der EU, Chinas und Kanadas haben am Samstag im kanadischen Montreal die Umweltminister aus etwa 30 Ländern über die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens beraten. Die kanadische Umweltministerin Catherine McKenna erinnerte zur Eröffnung des Treffens daran, dass dieses genau 30 Jahre nach der Unterzeichnung des Protokolls von Montreal zur Rettung der Ozonschicht stattfinde.

Die internationale Gemeinschaft müsse sich dieses “historische internationale Abkommen” beim Klimaschutz zum Vorbild nehmen, sagte die Gastgeberin. “Wir sind hier gemeinsam und wir müssen gemeinsam handeln”, rief McKenna ihre Kollegen auf. Die jüngsten verheerenden Wirbelstürme und Überschwemmungen hätten deutlich gemacht, dass es wegen des Klimawandels immer häufiger “stärkere und zerstörerische” Wetterextreme gebe.

Die Teilnehmer des Ministertreffens wollten sich auf Leitlinien zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens einigen. In Paris hatten sich Ende 2015 fast 200 Länder darauf geeinigt, die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von deutlich unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad, im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Die USA nahmen nicht an dem Treffen in Kanada teil. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Juni den Ausstieg seines Landes aus dem Pariser Abkommen angekündigt und damit international Kritik ausgelöst.

EU-Klimakommissar Miguel Arias Canete sagte in Montreal, bei dem Treffen gehe es um politische Diskussionen über die Umsetzung einer Energiewende, “um die (Erd-)Erwärmung zu stoppen”. Zur Erfüllung des Pariser Abkommens bedürfe es Regeln, um den Treibhausgasaustoß der jeweiligen Länder festzustellen und zu vergleichen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will in Kürze einen Klimaschutzplan für den Verkehr vorlegen. Der weltgrößte Treibhausgas-Emittent China plant als Beitrag zum Klimaschutz ein Verbot von Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2040. Der chinesische Klima-Verhandlungsführer Xie Zhenhua sagte in Montreal, wenn Klimaschutz mit Wirtschaftswachstum, der Schaffung von Arbeitsplätzen und dem Schutz der Bevölkerung verbunden werden könnte, werde aus dem Pariser Abkommen “ein großer Erfolg”.

Am 6. November beginnt in Bonn die nächste UNO-Klimakonferenz. Den Vorsitz haben die Fidschi-Inseln, die besonders stark von der Erderwärmung bedroht sind.

(APA/ag.)

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