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Millionenbetrugsprozess in Feldkirch: Wichtigster Zeuge sagte aus

Angeklagter wurde bereits im Juli 2012 verurteilt
Angeklagter wurde bereits im Juli 2012 verurteilt ©VOL.AT/Hofmeister
Feldkirch - Ein umfangreicher Fall von Anlagebetrug beschäftigt zur Zeit das Landesgericht in Feldkirch. Tatzeitraum: 2006 bis 2009, Schadenssumme: 3,1 Millionen Euro. Heute tagte der Schöffensenat das zweite Mal in dieser Sache.
Juli 2012: Fünf Jahre Haft für Betrüger
Juli 2012: Zäher Prozess um Betrug

Und es handelt sich bereits um die zweite Runde. Bereits im Sommer 2012 war der angeklagte, heute 53-jährige Unterländer wegen Betruges zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Doch der OGH hob das Urteil auf, somit hieß es zurück an den Start. Und bei diesem zweiten Anlauf wurden 25 Verhandlungstage anberaumt. Das allein lässt ahnen, wie komplex dieses Verfahren rund um Darlehen und Devisengeschäfte ist. Unter anderem geht es um ein Hotelprojekt in Damüls, für das Investoren Geld auf den Tisch legten.

Viele Zeugen

Insgesamt könnten bis zu 200 Zeugen gehört werden. Im Zentrum des Mammut-Betrugsprozesses am Landesgericht Feldkirch stand am Freitagnachmittag die Einvernahme jenes 48-jährigen Oberländers, der einst Geschäftspartner des Angeklagten war. Auf ihn schiebt der Angeklagte einen Großteil der Verantwortung. Er muss sich strafrechtlich nicht verantworten. Er war laut Gutachter Reinhard Haller – damals nicht zurechnungsfähig.  Auf Grund seiner manisch-depressiven Erkrankung muss er also nicht auf die Anklagebank. Als Zeuge musste er jedoch aussagen, denn er kann sich ja selbst durch seine Aussage nicht schaden, er ist aus und draus, weil er damals schuldunfähig war.

Sein Kollege habe in Risikoprojekte wie zum Beispiel zwei Hotels, eines davon in Damüls, investiert. Kostenpunkt: Herstellungskosten in der Höhe von elf Millionen Euro. Die Projekte platzten alle. Der Zeuge sieht den Hintergrund für seine fantastischen Visionen in seiner psychischen Krankheit: „In meiner manischen Phase war es wie ein Drogenrausch, ich war nicht zu bremsen”.

Nichtsahnend?

Die Frage, die sich der Senat am Ende des langen Verfahrens stellen muss, ist, wie viel der Angeklagte von den Machenschaften seines Partners wusste. Nach Aussagen des Angeklagten hätten ihn einige Aktionen seines manisch veranlagten Kollegen total überrascht und erschüttert. Für heute Freitag endet der Prozess mit der ausführlichen Einvernahme des Hauptzeugen. Weiter geht es mit der Einvernahme weiterer Darlehensvermittler. Danach sind die Opfer am Wort. Insgesamt soll sich das Verfahren mit mehreren Tausend Aktenseiten bis in den Dezember erstrecken. Ein langer Tag für Vorsitzenden Richard Gschwenter, zwei Schöffen, Verteidiger Thomas Raneburger und vier Opfervertreter.

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