Noroviren-Verdacht in Mellau: Sanitätsdirektor sieht kein Grund für Panik

Von Matthias Rauch
Akt.:
3Kommentare
Selbst wenn sich der Norovirus-Verdacht erhärten würde, wäre dies für Grabher kein Grund zur Panik.
Selbst wenn sich der Norovirus-Verdacht erhärten würde, wäre dies für Grabher kein Grund zur Panik. - © VOL.AT/Hofmeister
Mellau – Nach dem medizinischen Großeinsatz in einem Jugendheim im Mellau ist der Verdacht von Noroviren im Raum. Für Jugendliche und gesunde Menschen ist der Virus jedoch keine Gefahr.

15 deutsche Jugendliche auf Schulsportwoche in Mellau litten in der Nacht auf Freitag plötzlich unter akutem Brechdurchfall. Die Schüler wurden in einem Großeinsatz durch das Rote Kreuz versorgt und auf die Vorarlberger Krankenhäuser aufgeteilt. Am Freitagvormittag befanden sich noch acht Schüler in stationärer Behandlung.

Noroviren kein Grund zur Panik

Die Ursache für die Massenerkrankung sind noch im Dunkeln. Neben einer Lebensmittelvergiftung steht auch eine Noroviren-Infektion im Raum. Diese wäre jedoch kein Grund für Panik, beruhigt Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher: “Dabei handelt es sich um einen relativ harmlosen Brechdurchfall.” Eine Erkrankung durch Noroviren halte für gewöhnlich bis zu zwei Tage an, eine medikamentöse Behandlung gibt es nicht.

Gefahr nur für geschwächte Personen

Für gesunde Menschen ist die Erkrankung nicht gefährlich. Bedrohlich werden Noroviren aber für ältere oder geschwächte Personen, nicht zuletzt da sie sehr ansteckend ist. Im Gegensatz zu anderen Viren sind sie auch im Erbrochenen aktiv und können durch diesen über die Atemwege übertragen werden. So kann man sich an der Bauchgrippe anstecken, wenn man das infizierte Erbrochene aufputzt, führt Grabher als Beispiel an.

Schüler waren Selbstversorger

Zwar haben Noroviren mit fünf bis 48 Stunden eine relativ kurze Inkubationszeit – dass aber die Beschwerden bei allen Schülern gleichzeitig auftraten spricht für Grabher eher für eine Lebensmittelvergiftung. Derzeit könne man aber noch nichts ausschließen, die Untersuchungen der Lebensmittelbehörde im Jugendheim sind noch im Gange. Die 12- bis 13-jährigen Schüler waren als Selbstversorger untergebracht.

Meldepflicht bei Lebensmittel als Quelle

Ergebnisse sind erst in einigen Tagen zu erwarten. Meldepflichtig ist ein Auftreten von Noroviren nur, wenn Lebensmittel als Infektionsquelle in Frage kommen. Dies würde auf hygienische Missstände in der Küche hinweisen, welche vor allem bei Großküchen Maßnahmen zur Hygieneverbesserung notwendig machen würden.

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


Aktuelle News

- Seitenwagen-Elite in Möggers +++ - Appel am Stauwochenende: Rettu... +++ - Vorarlberg: Mit dem Fanbus zum... +++ - Vorarlberg: Arbeit als Wertsch... +++ - 23 neue Beamte für die Vorarlb... +++ - Montafoner Designerin eröffnet... +++ - "Begegnung am Berg": Michelini... +++ - Ehrenzeichen der Republik für... +++ - Ferienstart in Baden Württembe... +++ - Vorarlberger Soldaten vom Gren... +++ - Vorarlberg: 3,3 Kilo Kokain be... +++ - Vorarlberg/Kanisfluh: Kies-Unt... +++ - Loacker: "Sicherheitspaket ist... +++ - Vorarlberg: 187 Razzien im Glü... +++ - Vorarlberg: L190 zwischen Dorn... +++
3Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel

Mellau.
VOL.AT

Suche in Mellau

Suche filtern

Top Jasser
  1. guenther64 84780 Punkte
  2. helmut52 74231 Punkte
  3. corinnna 65392 Punkte
15 Jasser online mehr
Neues aus Mellau