Massenerkrankung in Mellau: Verdacht auf Noroviren verdichtet sich

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Ergebnisse für nächste Woche erwartet.
Ergebnisse für nächste Woche erwartet. - © VN/Hofmeister, APA
Der Verdacht auf Noroviren im Massenerkrankungs-Fall in Mellau scheint sich zu verdichten. Wie Bürgermeister Tobias Bischofberger auf VOL.AT-Nachfrage bestätigt, scheint derzeit vieles auf eine Erkrankung durch den Erreger hinzuweisen.

Im Fall der 18 erkrankten Schüler, die sich auf Wintersportwoche in Mellau befanden, scheint es sich entgegen ursprünglicher Annahmen nun doch eher um eine Noroviren-Erkrankung zu handeln. Dies erklärt der Mellauer Bürgermeister Tobias Bischofberger auf VOL.AT-Anfrage. Er habe diesbezüglich Rücksprache mit dem Amtsarzt gehalten. Wie genau sich die 12- bis 13-jährigen Schüler, die als Selbstversorger untergebracht waren, angesteckt haben könnten ist noch unklar: Hier seien mehrere Varianten denkbar. Unter anderem könnte ein Schüler, der erkrankt gewesen sei, die anderen angesteckt haben. Auch allgemeine hygienische Mängel wären denkbar. Ursprünglich war eher davon ausgegangen worden, dass die deutschen Jugendlichen, welche über Brechdurchfall und Fieber klagten, an einer Lebensmittelinfektion litten.

Untersuchungen laufen

Derzeit laufen noch die Untersuchungen der Stuhl- und Lebensmittelproben am Umweltinstitut des Landes und den Laboren der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit AGES. Diese ist die zentrale Anlaufstelle bei Verdachtsfällen auf Noroviren. Erst wenn alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, könne die Lebensmittelbehörde laut Abteilungsleiter Bernhard Zainer mit Sicherheit die Ursache der Massenerkrankung. Die Ergebnisse sollen nächste Woche vorliegen. Dann könne definitiv gesagt werden, ob es sich um Noroviren gehandelt habe.

Jeder zweite Schüler war betroffen

Mitte März erkrankten 18 der 38 Schüler an Brechdurchfall. Das Rote Kreuz war mit einem Großaufgebot im Einsatz, die Schüler wurden in den Krankenhäusern Bregenz, Dornbirn und Feldkirch versorgt. Die 12- bis 13-Jährigen waren als Selbstversorger in einem Jugendheim untergebracht. Die Schulklasse aus dem nordrhein-westfälischen Warendorf ist inzwischen aus Vorarlberg wieder abgereist. Die Unterkunft wurde laut Bürgermeister Bischofberger generalgereinigt.

Noroviren kein Grund zur Panik

Eine Noroviren-Infektion wäre kein Grund für Panik: “Dabei handelt es sich um einen relativ harmlosen Brechdurchfall”, so Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher. Eine Erkrankung durch Noroviren halte für gewöhnlich bis zu zwei Tage an, eine medikamentöse Behandlung gibt es nicht.

Gefahr nur für geschwächte Personen

Für gesunde Menschen ist die Erkrankung nicht gefährlich. Bedrohlich werden Noroviren aber für ältere oder geschwächte Personen, nicht zuletzt da sie sehr ansteckend ist. Im Gegensatz zu anderen Viren sind sie auch im Erbrochenen aktiv und können durch diesen über die Atemwege übertragen werden. So kann man sich an der Bauchgrippe anstecken, wenn man das infizierte Erbrochene aufputzt, führt Grabher als Beispiel an.

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