Letztes Geleit für die Funkenhexe Kunigunde III

Von Gemeindereporter Marianna Moosbrugger
Akt.:
Trauerzug
Trauerzug - © Marianna
Auswärtige Funkenzünfte und viele Schaulustige nahmen am Trauerzug teil. 

Mellau. Nachdem am vergangenen Funkensonntag die Funkenhexe nicht verbrannte wurde nun nach einer Woche Vorbereitung die Verabschiedung von Kunigunde III vorgenommen. Das Spektakel, die Funkenhexe zu beerdigen, wollten sich die zahlreich erschienenen Schaulustigen nicht entgehen lassen. Pünktlich um 17 Uhr begann auf dem Gemeindeplatz die Zeremonie mit einer Begrüßung und Ansprache durch Diakon Ludwig Zünd. Kutscher Daniel Dietrich hatte seine zwei schwarzen Noriker vor die Kutsche gespannt um Kunigunde das letzte Geleit zu geben. Die Kutsche wurde vom Funkenmeister Lukas Bischof und den Kranz- und Kreuzträgern der Feuerwehr Mellau eskortiert. Musikalisch begleitet vom Ziehharmonikaspieler Franz Josef Meusburger setzte sich der Trauerzug in Richtung Funkenplatz in Bewegung.

Funkenzünfte zeigten Verbundenheit

Funkenzünfte aus Wolfurt Rickenbach, Schoppernau, Nofels und Braz waren gekommen um der Mellauer Feuerwehr ihre Verbundenheit auszudrücken. Die Funkenzunft Dornbirn Kehlegg ließ es sich nicht nehmen eine gereimte Rede zu halten und ihren Funkenkollegen zu gegebenen Anlass ein Präsent zu überreichen.

Letztes Aufflammen

Mit den Wünschen Kunigunde III sollte ihren vorausgegangenen Hexenschwestern in den Hexenhimmel folgen und dadurch den Winter in Mellau austreiben, wurde sie anschließend dem Feuer übergeben und eingeäschert. Nach einem letzten Aufflammen und lautem Böllerknallen verabschiedetet sich die Funkenhexe endgültig. Während das Feuer niederbrannte gab es noch ein gemütliches Beisammensein auf dem Funkenplatz und wie schon am vergangenen Wochenende wurden die Gäste von der Feuerwehr Mellau tadellos bewirtet und konnten den speziell hergestellten Glühmost von Felix Albrecht genießen.

Stundenlange Vorbereitung

Die Feierlichkeit ging langsam zu Ende, zur Erleichterung der Funkenbauer von Mellau, hatten sie doch eine recht intensive Woche hinter sich. Funkenmeister Lukas berichtet von rund achtzig Stunden die er mit seinen Kollegen in der vergangenen Woche in Vorbereitung und Organisation der Hexenbestattung investiert habe.

 

 

 

 

 

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