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29. Oktober 2012 10:04; Akt.: 29.10.2012 10:07

“Meine Kollegen haben mich nicht einmal erkannt”

Nenad Krstic darf bald das Landeskrankenhaus Feldkirch verlassen, der Heilungsverlauf stimmt. Nenad Krstic darf bald das Landeskrankenhaus Feldkirch verlassen, der Heilungsverlauf stimmt. - © VOL.AT/Stiplovsek
von Thomas Knobel - Götzis. 27-jähriger Serbe Nenad Krstic vom FC Götzis kann nach seiner schweren Verletzung Anfang der Woche das Spital verlassen.

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Acht Tage nach dem verhängnisvollen Zusammenprall mit dem Schlinser Tormann Andreas Dreier hat FC Götzis-Spieler Nenad Krstic langsam begriffen und realisiert, welch Glück im Unglück er nach der schweren Kopfverletzung eigentlich hat. „Es hätte viel Schlimmer noch sein können“, so der Götzner-Torjäger. Anfang dieser Woche kann der großgewachsene Offensivkünstler das Landeskrankenhaus Feldkirch verlassen. Täglich erhält er von seinen Eltern im Spital den Besuch und Aufmunterung, auch seine Arbeitskollegen sprachen viel Trost und neue Hoffnung aus. Das Schlimmste für Nenad Krstic war nach der Einlieferung ins Spital, dass seine engsten Kollegen ihn nicht einmal erkannt haben, so schlimm waren die Kopfverletzungen. Und an den tragischen Zwischenfall auf dem Sportplatz Schlins erinnert sich Krstic nur noch mit Bruchstücken. „Ich habe den gegnerischen Goalie nicht gesehen, sonst wäre das alles gar nicht passiert und ich hätte anders reagiert.“ Vier Stunden hat ein professionelles Ärzteteam den verunfallten Kicker operiert. Die Brüche und Frakturen an der der Augenhöhle, am Joch- und Nasenbein sowie am Oberkiefer wurden wieder in normale Form gebracht. Der Heilungsverlauf ist sehr positiv und Krstic wird in vier bis fünf Wochen wieder gesundheitlich in gutem Zustand sein. Es werden keinerlei Schäden zurückbleiben.

Seit seinem Aufenthalt im Spital wird Nenad Krstic nur von „Flüssigem“, sprich Suppen, Obstmus und sogar flüssiger Babynahrung ernährt. „Ich freue mich schon auf mein erstes Steak und Fleisch.“ Die Schmerzen vor und nach der Operation sind laut Krstic so unglaublich, dass an ein regelmäßiges Schlafen erst gar nicht gedacht werden kann. Doch langsam lassen die Schmerzen nach und aus der Nase kann wieder eingeatmet werden. Noch ist der ganze Kopf sowas wie „taub“ kein Gefühl aber es wird schon noch seine Zeit brauchen. Auf alle Fälle ist Nenad Krstic auf dem Weg der Besserung und spätestens zum Frühjahrsstart möchte er dem FC Götzis zum Wiederaufstieg in die Landesliga verhelfen. Immerhin hat er schon zehn Saisontore für die Kummenberg-Elf erzielt und das soll noch lange nicht die letzten Treffer gewesen sein.  



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