Mehrerau schmiedet große Pläne

Von Geraldine Reiner
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Die Hackschnitzelanlage wurde bislang von den Baggern verschont. Die Hackschnitzelanlage wurde bislang von den Baggern verschont. - © VOL.AT/Hofmeister
Nach dem Brand im Kloster: Abrissarbeiten sind beendet, Standortentwickler wurde beauftragt.

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Nur noch vereinzelte Schutthaufen lassen die Passanten an den 4. Mai 2012 denken. Jenen Tag, an dem ein Großbrand Teile des Klosters Mehrerau komplett zerstörte. Zwei Bagger tragen die Überreste der Brandruine Stück für Stück ab. Fein säuberlich müssen die Werkstoffe voneinander getrennt werden. Von den Greifarmen der Maschinen verschont blieben wegen der Zuleitungen bisweilen das Haus der Hackschnitzelheizung und die Tankstelle. Das jedoch dürfte sich alsbald ändern. Denn für das Areal werden bereits Pläne geschmiedet.

Schock ist groß

Es war vor knapp vier Monaten als auf dem Gelände des Bregenzer Zisterzienser-Klosters Mehrerau ein Flammen­inferno wütete. Ein elektrischer Defekt an einem Stapler hatte den Brand ausgelöst. Über Nacht wurden Tischlerei, Holzlagerräume, leerstehende Büros, Hackschnitzelanlage und eine Wohnung komplett zerstört. „Der Schock über das Unglück und das Ausmaß der Zerstörung sind nach wie vor groß“, sagt Hansjörg Herbst, Finanzdirektor der Abtei. Zu einem Raub der Flammen wurde an diesem Freitag auch die Wohnung von Familie Husic. Sie hat bei dem Großbrand alles verloren. Laut Herbst ist die Familie gut andernorts untergekommen. Der Schaden geht in die Millionen. Wie hoch dieser genau ist, steht allerdings noch immer nicht fest. „Die Gutachter sind dabei, ihre Berichte über die Gebäude- und Einrichtungsschäden zu schreiben“, erläutert der Finanzdirektor. Mit einem Ergebnis rechnet Herbst in wenigen Wochen.

Die Abbrucharbeiten sind derweil so gut wie abgeschlossen. Auch die Projektentwickler von I+R Schertler-Alge haben ihre Arbeit aufgenommen. Welche Räumlichkeiten im neuen Gebäudekomplex Platz finden könnten? Der Finanzdirektor hält sich bedeckt. „Im Rahmen der Projektentwicklung wird sich zeigen, welche Möglichkeiten es gibt“, sagt er lakonisch. Ähnlich verhält es sich mit den möglichen Investitionen. Herbst: „Das können wir erst sagen, wenn wir alle Zahlen auf dem Tisch haben.“ Auf jeden Fall zurück an ihren angestammten Platz soll die Tischlerei Mehrerau kommen, der wichtigste Wirtschaftszweig der klösterlichen Abtei.

Entscheidung noch heuer

Zwischenzeitlich ist der Betrieb in der Lauteracher Hofsteigstraße untergekommen. In einer bestehenden Halle hat Leiter Harald Karg in Rekordzeit eine neue Tischlerei eingerichtet. Neun Mitarbeiter fertigen dort Möbel sowie Verpackungskisten für die Industrie. Mit den ersten Entwürfen der Projektentwickler rechnet der Finanzdirektor noch im Herbst. „Es wird sicher noch in diesem Jahr eine Entscheidung geben“, bekräftigt er.

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