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Mehr Rüffel für Wiener Wohnen vom Kontrollamt

Manche Gemeindebauten von Wiener Wohnen bröckeln dem Kontrollamt zu schnell vor sich hin. Manche Gemeindebauten von Wiener Wohnen bröckeln dem Kontrollamt zu schnell vor sich hin. - © Alex Halada / PID
Dem städtischen Kontrollamt schreitet die Sanierung der Wiener Gemeindebauten zu langsam voran. Das geht aus einem am Mittwoch erschienenen Bericht hervor.

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Die Gemeindebauverwaltung Wiener Wohnen hat die Ziele, die im aktuellen Wiener Klimaschutzprogramm festgehalten sind, nicht erreicht, heißt es in einem aktuellen Bericht. Das Argument von Wiener Wohnen, wonach Klimamaßnahmen nicht zu den vorrangigen Aufgaben des Unternehmens gehören, ließen die Prüfer nicht gelten.

Es handelt sich bereits um den dritten Rüffel an einem Tag – das Kontrollamt beanstandete bereits den Umgang mit den Gasleitungen und den Preis der Delogierung von Tieren.

Kontrollamt: Wiener Wohnen torpediert Klimaschutzprogramm

Das geltende Wiener Klimaschutzprogramm sieht eine Reihe von Maßnahmen vor, etwa die Verbesserung der Gebäudehüllen, den Fernwärmeausbau oder Investitionen in eine verbesserte – sprich: effizientere – technische Ausrüstung. Festgeschrieben wurde unter anderem auch, dass eine gewisse Anzahl von Wohnungen, die vor 1980 errichtet wurden, entsprechend saniert werden. Wiener Wohnen hat die genannten Ziele nicht alle erreicht, wie das Kontrollamt festgesellt hat.

Unternehmensziel als Grund für Verzögerungen

Begründet hat Wiener Wohnen dies mit Verweis auf unterschiedliche Prioritäten: Das vorrangige Unternehmensziel von Wiener Wohnen bestehe in der Bereithaltung und Schaffung von einem modernen Standard entsprechenden Mietwohnungen für die Gruppe der sozial einkommensschwachen Bewohner, hieß es. “Als Unternehmung der Stadt Wien fühlt sich Wiener Wohnen natürlich auch den Maßnahmen des KliP (Klimaschutzprogramms, Anm.) verbunden, muss diese aber hinter den zuvor genannten Zielsetzungen eindeutig hintanreihen”, wurde betont.

Kontrollamt sieht das anders

Das Kontrollamt ließ dieses Argument nicht gelten: Mit thermisch-energetischen Gebäudesanierungen werde Wiener Wohnen als größte Hausverwaltung Europas auch seiner sozialen Kompetenz gerecht. Denn: “Schlecht gedämmte Wohnhausanlagen haben hohe Heizkosten zur Folge und stellen eine zusätzliche finanzielle Belastung für einkommensschwächere Mieterinnen bzw. Mieter dar.”

Die städtischen Prüfer empfahlen den Gemeindebau-Verwaltung darum, eher doch in thermische Sanierung zu investieren. Was geschehen soll: Wiener Wohnen versprach, den Empfehlungen nachkommen zu wollen, wie es im Bericht heißt.

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