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Mehr Courage, bitte!

Was wäre wohl mit dem Vorzeigeunternehmen Alpla geschehen, hätte Alwin Lehner sich schon von seinem Traum abbringen lassen, als in Venezuela 1976 seine erste dortige Fabrik in Flammen aufging?
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Wäre heute Spar in Vorarlberg klarer Marktführer, wäre Luis Drexel bei seinem Mehl-Großhandel geblieben? Und wäre die Farbe der Logistik – längst nicht nur in Vorarlberg – orange, hätten Heidi und Paul Senger-Weiss beim EU-Beitritt 1994, als der Zollabfertigungsumsatz von Gebrüder Weiss über Nacht zusammenbrach, aufgegeben?

Dieses Jahrzehnt markiert erneut einen heftigen Umbruch. Wir reden zwar ständig über die Digitalisierung, über die Auswirkungen sind wir uns im Alltag aber kaum bewusst. Fakt ist: Berufsbilder werden verschwinden und neue entstehen. Und dass wir etwas vor 30, 40, 50, 60 Jahren in unserer Kindheit so kennengelernt haben, heißt nur in den seltensten Fällen, dass „es immer so gewesen ist“.

Nehmen wir Lkw-Fahrer: Heute schon wollen verständlicherweise zu wenige das Wochenende an Autobahnparkplätzen verbringen – in einem Beruf, dessen Zukunftssicherheit tatsächlich Fragen aufwirft. Das Vorarlberger Transportgewerbe findet jedenfalls heute schon keine Chauffeure mehr, trotz heftiger Suche und übertariflicher Bezahlung.

Aufgaben fürs Hier und Jetzt gäbe es auch unmittelbar: Während die Arbeitslosigkeit österreichweit per Ende Oktober wie berichtet um 4,6 Prozent sank, fällt es unserem Bundesland schwer, die Arbeitslosigkeit noch weiter zu senken. Wir schrammen halt doch an der Vollbeschäftigung. Eine besondere Herausforderung ist der starke Zuzug an Flüchtlingen 2015, daran laboriert der Arbeitsmarkt noch heute: Zu wenige Flüchtlinge haben hier eine Arbeitsstelle gefunden.

Die Funktionäre der Unternehmer: also Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und auch die Politik, sie alle wollen das Wirtschaftswachstum befeuern. Gottlob nicht ausschließlich mit hippen Start-up-Projekten, sondern auch nachhaltig mit Investitionen in den Bildungsbereich. Denn wie auch immer die Herausforderungen sich gestalten mögen, mit einem vernünftigen Fundament werden sie einfacher zu bewältigen sein.

Übrigens: Die eingangs genannten Vorarlberger Wirtschaftspioniere eint nicht nur, dass sie mehr nach vorne als zurück geblickt haben, sondern auch, dass sie die ersten Träger des Lebenswerk-Preises der Vorarlberger Wirtschaft sind. Dieser wurde am Donnerstag nun an Hightechpionier und Kunstfreund Jürg Zumtobel verliehen. Das Motto des Wirtschaftsforums („Courage!“) soll Mut machen, die anstehenden Aufgaben in Angriff zu nehmen und die digitale Veränderung aktiv mitzugestalten. Die Vorarlberger haben diesen Willen zur Veränderung, dieses Besiegen des inneren Schweinehundes, in den Genen. Denn wenn wir was Neues anpacken, dann soll es vor allem eines werden: „körig“! Das gilt auch für unsere Zukunft.

Gerold Riedmann

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