Mehr Arbeit, aber weniger Budget für Studenten

Von Verein Jahrgang 1937 Weiler
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Der Zeitaufwand der Studenten für Erwerbstätigkeit ist in den vergangenen Jahren gestiegen, ihr Budget aber real gesunken. Das zeigt die am Freitag präsentierte "Studierenden-Sozialerhebung 2011". Demnach ist der Anteil der während des Semesters erwerbstätigen Studenten zwischen 2006 und 2011 von 58 auf 63 Prozent gestiegen.

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Im gleichen Zeitraum wuchs deren wöchentlicher Zeitaufwand für den Job von durchschnittlich 19,1 auf 19,8 Stunden. 47 Prozent der Studenten arbeiten während des ganzen Semesters (2006: 40 Prozent), 16 Prozent gelegentlich (2006: 18 Prozent), 37 Prozent gehen keiner Erwerbstätigkeit nach (2006: 42 Prozent). Am seltensten sind Medizin- und Veterinärmedizin-Studenten erwerbstätig, am häufigsten Kunststudenten bzw. Studierende in individuellen Studien.

Budget von 1.004 Euro

2011 verfügte der Durchschnitts-Student über ein Budget von monatlich 1.004 Euro (Frauen: 970 Euro, Männer 1.050 Euro). Davon stammen 419 Euro aus Erwerbstätigkeit, 244 Euro kommen von der Familie, 140 aus Naturalleistungen, 77 aus Studienförderung und 124 aus sonstigen Quellen (z.B. Waisenpension, Wohnbeihilfe, Unterhaltszahlungen, Kapitalerträge, Kinderbetreuungsgeld). Das entspricht einem realen Minus von zwei Prozent gegenüber der letzten direkt vergleichbaren Erhebung 2009 (968 Euro). Der methodisch etwas anders erhobene und daher nicht direkt vergleichbare Wert für 2006 betrug 1.018 Euro.

Ausgaben gestiegen

Demgegenüber sind die Ausgaben der Studenten seit 2009 um drei Prozent auf monatlich 930 Euro gestiegen. Überdurchschnittlich stark angewachsen sind die Kosten für Wohnen (plus neun Prozent) und für Ernährung (plus fünf Prozent). 29 Prozent der Studenten gaben an, sehr starke (zehn Prozent) bzw. starke (19 Prozent) finanzielle Schwierigkeiten zu haben.

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