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"Massaker" auf Färöer-Inseln: Bis zu 150 Grindwale zum Jagd-Auftakt getötet

Beim Auftakt zur traditionellen Grindwaljagd auf den Färöerinseln sind am vergangenen Samstag auf den Färöer-Inseln zwischen 125 und 150 Tiere getötet worden.

Die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd führt seit Jahren einen Kampf gegen die Grindwaljagd auf den Färöern. Die Tiere werden – ähnlich wie bei der Waljagd in Japan – in eine Bucht getrieben und dort geschlachtet.

Im Gegensatz zu den Naturschützern, die auf ihrer Homepage von einem “Massaker” sprachen, zeigte sich eine Gruppe von Schülern und Lehrern aus Grönland von dem Schauspiel in der Midvagur-Bucht auf der Insel Vagar laut einem Bericht der Zeitung “Sermitsiaq” positiv beeindruckt.

Die Zahl 125 über die zu Beginn der Fangperiode getöteten Tiere stammt aus dem grönländischen Zeitungsbericht. Sea Shepherd schätzt die Zahl der geschlachteten Wale auf mindestens 150 und bezeichnete den Fang als den größten und blutigsten der vergangenen zwei Jahre.

>>>Tierschutz-Aktivistin Sandy P. Peng war beim Grindadráp vor Ort: zum Interview<<<

Blutbad als Tradition

Seit Jahrhunderten werden auf den Färöerinseln beim Grindadráp bzw. “Grind” Grindwale abgeschlachtet. Eine blutrünstige Tradition, die heute massiv in der Kritik steht. Was früher dem Überleben diente, wurde zum “Spektakel”, gleich einem blutrünstigen “Happening” für Jung und Alt, bei dem ganze Wal- und Delfinfamilien auf einen Schlag ausgelöscht werden, kritisieren Tierschützer. “Über vier aufreibende Stunden lang kämpften diese Tiere um ihr Leben. Sie wurden schikaniert, gequält und dann im Beisein ihrer Familienmitglieder brutal umgebracht. Das ist keine Tradition, sondern ein Blutbad”, so Rosie Kunneke, Leiterin des Landteams von Sea Shepherd.

Kaum tauchen die ersten Grindwale vor der Küste auf, um zu gebären, stechen die Jäger in See. “Sie schalten auf ihren Booten das dröhnende Unterwassersonar ein und treiben in stundenlanger Hetzjagd ganze Walfamilien ans Ufer. In der Bucht rammen sie den Tieren einen Haken ins Blasloch, ziehen sie ans Land und durchtrennen mit einem Jagdmesser das Rückgrat. Fleisch und Fett der erlegten Tiere werden unter den Einwohnern verteilt – obwohl die Färöer Gesundheitsbehörde vom Verzehr abrät”, beschreibt die Meeresschutzorganisation OceanCare den Auftakt des Gemetzels.

Das Fleisch der Grindwale wird praktisch ausschließlich von den Bewohnern der zu Dänemark, aber nicht zur EU gehörenden, Inselgruppe gegessen. Es gilt als besonders Quecksilber-belastet. (red/APA)

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