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Mangelberufe in Vorarlberg nehmen laut AMS zu

Ganz oben auf der Liste der Mangelberufe stehen Berufe aus den Bereichen Gastronomie.
Ganz oben auf der Liste der Mangelberufe stehen Berufe aus den Bereichen Gastronomie. ©APA/AFP
Die gute Wirtschaftslage führt zu steigenden Beschäftigungszahlen. Aber auch der Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden wird größer.

Der Fachkräftemangel beschäftigt auch Vorarlberger Unternehmen. Unabhängig von der Branche werden händeringend qualifizierte Mitarbeitende gesucht. Veränderungsprozesse und technologische Entwicklungen führen zu neuen Anforderungen an Personal und Unternehmen, die nur durch strukturelle Anpassungen und Investitionen in Aus- und Weiterbildungen zu meistern sind.

Mangelberufe in Vorarlberg

Wie stark sich der Fachkräftemangel in den unterschiedlichen Bereichen der Arbeitswelt niederschlägt, zeigt die aktuelle Liste an Mangelberufen des Arbeitsmarktservice Vorarlberg. Derzeit sind es rund 130 Berufe, die in dieser Wertung angeführt werden. Das ist um rund 30 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. „Wir sehen, dass immer mehr Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen unter dem Arbeitskräftemangel leiden. Die aktuelle Mangelliste ist ein weiteres Indiz dafür, dass wir mit einer großen bildungspolitischen Herausforderung konfrontiert sind“, beschreibt Bernhard Bereuter, Geschäftsführer des AMS Vorarlberg, die Situation am Arbeitsmarkt.

Berufe aus Gastronomie ganz oben

Ganz oben auf der Liste der Mangelberufe in Vorarlberg befinden sich Berufe aus den Bereichen Gastronomie (beispielsweise Koch/Köchin), diplomierte Krankenpflege oder Technik (beispielsweise Maschinenbau und Starkstrom). Als Mangelberuf wird ein Beruf dann eingestuft, wenn für eine beim AMS Vorarlberg ausgeschriebene Stelle statistisch 1,5 oder weniger Personen qualifiziert sind. Diese Verhältniszahl wird als Stellenandrang bezeichnet.

Ausbildungsprojekte

Bildungsdefiziten begegnet das AMS Vorarlberg mittels einer breiten Palette an Qualifizierungsmodellen. Die Ausbildungsprojekte widmen sich vor allem Personen, die am Arbeitsmarkt aufgrund von längerer Arbeitslosigkeit, Alter, Herkunft oder Geschlecht benachteiligt sind. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Qualifizierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahren. Im Rahmen der Ausbildungsgarantie bis 25 setzt das AMS Vorarlberg auf Qualifizierung vor Vermittlung.

„Die Entwicklung der letzten 20 Jahre zeigt, dass wir bei den niedrig Qualifizierten einen rasanten Anstieg an arbeitslosen Personen verzeichnen, wohingegen die allgemeine Arbeitslosenquote über die Jahre ziemlich konstant geblieben ist“, so Bernhard Bereuter. Zu den wirksamsten Ausbildungsmodellen des AMS Vorarlberg zählen das Projekt „Chance“ für geringqualifizierte Personen, das Programm „Frauen in Handwerk und Technik“ für Frauen, die sich für nicht traditionelle Frauenberufe interessieren, sowie das Modell „Schaffa im Ländle“ für junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren. Im heurigen Jahr gibt das AMS Vorarlberg rund 22 Millionen Euro für seine Qualifizierungsaktivitäten aus.

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