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„Manche sehen einfach weg!“

©W&W/Begle/VGT
Viele Tiertransporte ins Ausland dürften nicht genehmigt werden, so Fachtierarzt Erik Schmid am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz.
"Enorme Qual für die Kälber"
Bilder der Kälbertransporte

Larissa Brunner / Martin Begle / Wann & Wo

Dieter Steinacher von den „Friends of Nüziders, habe nun selbst einen Maßnahmenplan erstellt, der mit acht Punkten zur Verbesserung der Situation beitragen soll. Dieser wurde an LR Gantner übermittelt, die Bearbeitung beanspruche aber mehr Zeit. „Hier habe ich wenig Geduld, es muss sofort gehandelt werden“, so Steinacher gestern. „Ich bin auch enttäuscht, dass seit geraumer Zeit keine Rückmeldungen der Parteien mehr kommen, obwohl sie einhellig ihre Unterstützung angemeldet haben.“ Trotzdem verweist er auf eine positive Entwicklung der Kälberpatenschaft, denn es gebe bereits ein zweites Patenkalb.

Unmögliche Richtlinien

Bezüglich der Kälbertransporte nach Bozen bzw. deren Weitertransport nach Spanien und in Länder außerhalb der EU äußert Fachtierarzt Erik Schmid Bedenken zur gesetzeskonformen Durchführbarkeit. Er erläutert, dass der Organisator eines Transportes das Wohlbefinden der Tiere während der gesamten Fahrt gewährleisten müsse, nur seien die Richtlinien diesbezüglich unmöglich einzuhalten. So sehe ein Kälbertransport nach neun Stunden Fahrt eine einstündige Pause vor, die zur Tränkung der Tiere genutzt werden soll. „Ein Transport von 200 bis 300 Tieren beansprucht aber mindestens einen Tag, um alle zu versorgen. Die gesamte Logistik ist unmöglich“, legt Schmid dar.

Druck auf die Veterinäre

Jeder Langstreckentransport, auch jene in Drittländer, benötige eine Abfertigung durch einen Amtstierarzt. Diese fänden sich damit konfrontiert, solche Transporte genehmigen zu müssen, obwohl sie nicht den Richtlinien entsprechen. „Manche sehen einfach weg und nehmen Transporte trotzdem ab, weil es sonst einfach ein anderer machen würde. Hier gibt es ein Solidaritätsproblem innerhalb der Berufsgruppe“, sagt Schmid.

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