„Mehrfach auf sie eingestochen“

Akt.:
Familientragödie in Mäder: In der Nacht zum Samstag erstach ein Familienvater seine Ehefrau.
Familientragödie in Mäder: In der Nacht zum Samstag erstach ein Familienvater seine Ehefrau. - © VOL.AT/Rauch; Polizei
In der Nacht auf Samstag tötete ein 46-Jähriger seine Ehefrau mit mehreren Messerstichen. Wie die Polizei mitteilte, stach ein 46-Jähriger mit einem Küchenmesser mehrmals auf seine im Bett liegende Ehefrau (40) ein. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät.

Der schrecklichen Bluttat in Mäder ist offenbar ein heftiger Streit unter den Eheleuten vorangegangen: „Das Paar hatte schon seit längerer Zeit Eheprobleme, in deren Zusammenhang es immer wieder zu verbalen Auseinandersetzungen gekommen ist. Auch in der Tatnacht gab es im Schlafzimmer Wortgefechte zwischen dem 46-jährigen Täter und seiner Ehefrau“, berichtet Chefinspektor Norbert Schwendinger vom Landeskriminalamt gegenüber W&W. „Gegen 3.25 Uhr ging der Mann in die Küche im Untergeschoss, holte sich ein Messer mit einer ca. 14 cm langen Klinge und stach damit mehrfach auf seine im Bett liegende Gattin ein. Durch die Stiche wurde die Frau so schwer verletzt, dass sie noch vor Ort verstorben ist.“

„Die Kinder hörten Mama um Hilfe rufen“

Das Ehepaar lebte mit seinen vier Kindern – zwei Mädchen und zwei Burschen – in einem Mehrfamilienhaus in Mäder. Das Elternschlafzimmer, in dem sich der Streit und auch die fürchterliche Tat abspielten, liege direkt neben dem Schlafzimmer der beiden Mädchen. „Die Kinder haben die Tat nicht beobachtet, hörten aber ihre Mama um Hilfe rufen und sahen ihren Vater noch die Treppe hinunter gehen, als sie in den Gang blickten. Danach betrat die älteste Tochter das Elternschlafzimmer und fand die Mutter blutüberströmt im Bett vor“, schildert Chefinspektor Schwendinger den Vorfall. „Als sie deshalb ebenfalls um Hilfe rief, wählte eines ihrer anderen Geschwister den Notruf und informierte die Polizei.“

„Größtenteils geständig“

Als die zu Hilfe gerufenen Beamten am Tatort eintrafen, fanden sie den Beschuldigten im unteren Stock des Hauses vor. „Der 46-Jährige ist strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten und ließ sich ohne Widerstand festnehmen. Die Beamten stellten vor Ort auch die Tatwaffe sicher“, sagt Norbert Schwendinger. „Nach der Einvernahme wurde der Beschuldigte am Nachmittag in die Justizanstalt Feldkirch überstellt.“

Kinder bei Angehörigen

Bei dem Einsatz war neben der Polizei auch das Kriseninterventionsteam im Einsatz und kümmerte sich um die Kinder des Ehepaares. „Die vier Kinder der Familie wurden vorläufig bei Verwandten untergebracht“, erklärt Norbert Schwendinger. „Wie die Kinder weiter betreut werden, liegt nun in der Verantwortung der Jugendwohlfahrt.“

(WANN & WO)

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