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Luxusgut Brief: Post lässt Kunden für sich arbeiten

Luxusgut Brief: Post lässt Kunden für sich arbeiten
von Simon Vonbank (VOL.AT) - Schwarzach – Unglaublich, aber wahr: Die Post lässt ihre Kunden für sich arbeiten – und verlangt dafür auch noch Geld. Wer nämlich mehr als 30 Briefe aufgeben möchte, muss sie selbst stempeln. Sonst wird’s teuer.

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Die Post hat sich eine sehr lukrative Geschäftsidee überlegt. Wer viele Briefe aufgibt, bekommt keinen Mengenrabatt, sondern darf 12 Cent mehr zahlen – pro Brief. Das ist ein Aufschlag von knapp 20 Prozent für einen Standard-Brief. Wer das nicht bezahlen möchte, muss selbst Hand anlegen und die Briefe frankieren. Auch dafür bekommt man keinen Rabatt. Diese Richtlinie der Post ist schon sieben Jahre alt, allerdings kaum bekannt. Eine Leserin von VOL.AT wollte im Rahmen einer Beerdigung eine große Menge an Trauerkarten versenden und ist dabei von diesem Aufschlag überrascht worden. Denn beispielsweise für 100 Briefe sind das immerhin 12 Euro mehr. Allerdings gilt diese Richtlinie erst ab 30 Briefen.

Die Idee dahinter

„Damit sollen Wartezeiten am Schalter minimiert werden“, erklärt Post-Pressesprecher Stephan Fuchs. Ähnlich sieht Post-Gewerkschafter Franz Mähr die Situation: „Bei hohem Kundenandrang, würde es sonst zu Problemen am Schalter führen. Vor allem wenn mehrere Kunden eine Massensendung aufgeben.“ Böse Zungen würde eine solche Situation auf Personalmangel zurückführen. Oder auf zu wenig Postämter, da sich viele Kunden auf wenig Postfilialen verteilen.

Arbeit der Post übernehmen

Diese Richtlinie trifft vordergründig jene, die viele Briefe versenden. Und das sind in der Regel Firmen. Die lassen diesen sogenannten Freimachungsvermerk aber vielfach vorab auf das Briefkuvert drucken oder haben einen eigenen Stempel dafür. Und alle anderen, die nicht selbst stempeln oder den Aufpreis bezahlen wollen, können die Briefsendung einfach splitten.

(SVO)

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