"Luschnou" freut sich aufs Derby

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Im Lustenauer Derby ist der Sieger wie immer kaum vorherzusagen. Im Lustenauer Derby ist der Sieger wie immer kaum vorherzusagen. - © VOL.AT/Philipp Steurer
Lustenau - Nach letzten Informationen wird das Lustenauer Derby trotz des andauernden Regens in Vorarlberg wie geplant stattfinden. Am Freitag Nachmittag um 14 Uhr gab es noch eine Platzbeschau im Reichshofstadion, die die Bespielbarkeit des Rasens sicherstellten sollte.

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Schiedsrichter Harkam befand den Platz für bespielbar. Das größte Problem könnte aber bei Spielbeginn entstehen, falls die angekündigten starken Regenfälle einsetzen sollten. Das 33. Erstliga-Duell zwischen Austria und FC Lustenau steigt heute um 18.30 Uhr. Lustenauer Derbys haben es in sich: Egal, welche Mannschaft in der Favoritenrolle steht, die Spiele sind offen und ein Ausgang daher nur schwer vorauszusagen. So wird es auch heute im 33. Duell sein. Schon die Ausgangslage verspricht Spannung pur. Hausherr Austria Lustenau führt die Tabelle der „Heute für Morgen“ Erste Liga an, Herausforderer FC Lustenau liegt mit zehn Punkten auf Rang vier.

Das „eigene Ding“ durchziehen will der Hausherr. Kompakt auftreten, dominant spielen und die Chancen nutzen – das ist die neue Austria. Allerdings werden mit Jan Zwischenbrugger (22) und Gerald Krajic (30) zwei Spieler ausfallen, während Goalie Alexander Kofler (25) gestern wieder trainierte.

Tosun meldet sich fit

Beim FC Lustenau dürfte der zuletzt fragliche Cem Tosun (22/Bänderverletzung) fit sein. Somit kann Trainer Damir Canadi praktisch aus dem Vollen schöpfen. Der Coach bremst aber die Euphorie: „Wir brauchen einen Toptag und die Austria darf nicht ihre hundert Prozent abrufen. Dann können wir überraschen“, so der 42-Jährige. Er will seine Mannschaft im Spiel nach vorne mutig sehen. „Auch das wird entscheidend sein, ob wir heute zu Punkten kommen.“

Boya-Wechsel fix, Durakovic bleibt

Die Dänen vermelden den Transfer, dafür ist FCL-Torhüter aus Southampton zurückgekehrt. Große Enttäuschung für Reuf Durakovic: Nach einer Woche in England kehrte der 18-jährige Schlussmann des FC Lustenau gestern ohne den erhofften Vertrag beim Premier-League-Klub FC Southampton nach Vorarlberg zurück. Durakovic wird schon heute beim Derby wieder auf der Bank der Blau-Weißen erwartet.

Unterstützung vom Verein

Offensichtlich wurde dem Bosnier ein Vierjahresvertrag angeboten. Doch das Beraterteam sowie der Spieler waren mit dem Offert der Engländer nicht einverstanden. Zumal die vereinbarten finanziellen Abmachungen am letzten Verhandlungstag anders aussahen, als noch vor wenigen Tagen ausgemacht. „Das ist für Reuf sehr schade, aber auch für uns als Verein. Jetzt müssen wir ihn auffangen und ihm unsere volle Unterstützung geben“, meinte FCL-Coach Damir Canadi.

Dänen melden Boya-Wechsel

Bei Lokalrivale Austria Lustenau kann die Akte „Pierre Boya“ geschlossen werden. Denn in Dänemark melden bereits alle Medien den Wechsel des 28-jährigen Stürmers zum Randers FC. Damit verlässt der Angreifer aus Kamerun nach nur acht Monaten die Grün-Weißen. In dieser Zeit war er maßgeblich daran beteiligt, dass die Euphorie im Lager der Austria gestiegen ist. Für Lustenaus Klubchef Hubert Nagel bleibt damit nur noch der heutige Freitag für die Suche nach einen Ersatz: entweder Benedikt Zech als Außenspieler oder doch noch ein Stürmer.

Altach: Suche nach Ruhe und Beständigkeit

Das personelle Wechselspiel macht auch vor dem heutigen Hartberg-Spiel nicht halt. Erst wenn um 18.30 Uhr in der Cashpoint-Arena der Anpfiff ertönt, wird sich zeigen, wer bei den Heimischen die zentralen Mittelfeldpositionen einnehmen wird. Mit Matthias Cuntz (22) und Philipp Netzer (26) fehlt das Herz, und weil dazu in der Abwehr noch Aytac Sulu (26) fehlt, muss Christoph Schösswendter (24) wieder auf seinen angestammten Platz zurück – und hinterlässt in der Mitte ein Vakuum.

Dieses Wechselspiel widerspiegelt die Probleme der Altacher während den ersten sieben Runden. Immer wieder Ausfälle, keine Kontinui­tät und Ruhe – und schon gar nicht Beständigkeit. Frag nach bei Martin Kobras: Der Torhüter steht für die so sehr vermissten Werte. 112 Spiele in Folge in der Erste Liga, 10.080 Minuten im Tor der Altacher. Davon können die meisten seiner Vorderleute nur träumen.

Nicht zuletzt deshalb dämpft Trainer Rainer Scharinger die Erwartungen vor dem Hartberg-Spiel. Von einem „Pflichtsieg“ sei man im Moment „meilenweit entfernt“. Klar sei aber auch, dass die Mannschaft alles tun werde, um als Sieger vom Platz zu gehen. Dazu bedarf es wohl auch einer Extraleistung von Andreas Lienhar (26) im zentralen Mittelfeld.

(VN/Dieter Alge/Christian Adam)

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