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Lücke im Griechen-Haushalt fast doppelt so groß

Die Lücke im griechischen Staatshaushalt ist einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge größer als bisher bekannt. Nach vorläufigen Erkenntnissen der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds fehlten der Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras derzeit rund 20 Mrd. Euro und damit fast doppelt so viel wie zuletzt eingeräumt.

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Samaras soll laut dem Bericht bereits mehrfach angefragt haben, ob die öffentlichen Gläubiger bereit wären, auf die Rückzahlung von Schulden zu verzichten. Zuletzt wurde verstärkt über einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland spekuliert, der diesmal vor allem die staatlichen Gläubiger treffen würde.

Griechen sollen weitere 31,5 Mrd. erhalten

Die griechische Regierung verhandelt derzeit mit Vertretern der Troika darüber, wie Einsparungen über 11,5 Mrd. Euro aufgebracht werden können. Ein Erfolg bei diesen Gesprächen ist die Voraussetzung dafür, dass Griechenland weitere 31,5 Milliarden Euro an dringend benötigten Hilfskrediten erhält. Wann die Troika ihren Abschlussbericht vorlegen wird, ist noch unklar.

Der frühere EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark warnte indessen die Europäische Zentralbank vor der Überschreitung ihres Mandats. Im Falle eine zweiten Schuldenschnitts von Griechenland wäre auch die öffentliche Hand betroffen, sagte Stark im Interview mit der Tageszeitung "Die Presse". "Das wäre ein Bail-out, ohne jeden Zweifel." Die No-Bail-out-Klausel sei aber eine wichtige Geschäftsgrundlage der Wirtschafts- und Währungsunion.

(APA)

 

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