Olympische Schönheitskur

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London - Austragungsort der 30. Sommerspiele London - Austragungsort der 30. Sommerspiele - © SRT/AP
Bei den Olympischen Spielen in London gewinnen nicht nur Sportler, sondern auch Einheimische und Touristen. Die neuen Besuchermagneten . . .

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Wimbledon, Wembley, Ascot – diese drei Orte eint der Kultstättencharakter, werden dort doch seit Generationen äußerst prestigeträchtige Sportveranstaltungen in Tennis, Fußball und Pferdesport ausgetragen. Was den dreien noch gemein ist: Sie liegen alle in oder nahe London und machen die britische Hauptstadt so seit jeher zum Sportmekka.

Herz der 30. Sommerspiele

2012 wird nun ein neuer Pilgerort hinzukommen: Stratford, jenes Stadtviertel, wo das Herz der 30. Olympischen Sommerspiele sowie der wenig später stattfi ndenden Paralympischen Spiele schlagen wird. Nicht nur im neu erbauten Olympiastadion, sondern auch in vielen weiteren Arenen wie der mit einer 20.000 Quadratmeter großen, weißen PVC-Membran umhüllten Basketballarena. Oder dem spektakulären, von der Star-Architektin Zaha Hadid entworfenen Aquatics Centre, dessen 160 Meter langes Dach die Form einer Welle und das gesamte Gebäude höchst innovative bauliche Eigenschaften hat. Auch wenn nach den Spielen der Bau verkleinert wird: Es wird ein Besuchermagnet vor allem für Architekturfans aus aller Welt bleiben, mehr noch wie das (vermutlich) zum Fußballstadion umfunktionierte Olympiastadion. Doch das Bauwerk daneben wird allen den Rang ablaufen. Es hat sogar das Zeug zum Wahrzeichen der Spiele, gar von London (wenn es nicht die neue Themse-Seilbahn wird, die ihre Passagiere in sechs Minuten zwischen der Greenwich Peninsula und den Royal Victoria Docks befördert).

Der „ArcelorMittal Orbit“

Die Rede ist vom größten Kunstwerk Großbritanniens, dem 115 Meter hohen „ArcelorMittal Orbit“ (großes Bild links), das der Künstler Anish Kapoor ersonnen und mit 1500 Tonnen Stahl zu einer Art verschwurbelten Spiral-Achterbahn konstruiert hat – inklusive erhabener Aussichtsplattform. Schon vor der Eröff nung überschlugen sich die Kritiker vor Begeisterung und sprachen von „Londons Antwort auf den Besucher jährlich, mindestens. Auch andernorts wurden viele private Investitionen – bislang mehr als 1,5 Milliarden Euro – getätigt. Das hätte es ohne die Spiele nicht gegeben. Denn das Viertel im Osten Londons war als einstiger Produktionsort hochgefährlicher Industrien totes Gelände. Es mussten erstmal Tausende von Tonnen Erde abgetragen werden. Dann kam der dreckige River Lea dran, aus dem Schrott ohne Ende gebaggert wurde. Heute ist das Ufer renaturiert und die Wasserqualität so gut, dass sich jüngst sogar ein Otterpärchen ansiedelte. Das Schönste sind die weitläufi gen Parkanlagen, die bald Queen Elizabeth Olympic Park heißen sollen und in denen sich die Bewohner, und durchaus auch Touristen, auf- und fi thalten sollen. Schließlich hat Londons Bürgermeister Boris Johnson die Parole ausgegeben: „Fit not fat“. Demzufolge wurde ein eigener „Fat Walk“ entlang des Flusses, bald mit Transportbooten befahrbar, angelegt. Weiter im Süden wandelten sich ehemalige Gas-Silos zu Kletteranlagen.

Quirlig, modern, herausgeputzt

Auch außerhalb des 200 Hektar großen olympischen Viertels wird gewerkelt, dass es nur so eine Freude ist. Als prominente Beispiele dienen der rundum verschönerte Leicester Square im Ausgehviertel West End und vor allem der London River Parc, ein durch Glas-Pavillons und Aussichtsplätze völlig neugestalteter Flussabschnitt zwischen Millennium Bridge und Tower Bridge. So quirlig, modern und herausgeputzt war London noch nie. Und so viel los auch nicht wie vor, während und nach den Spielen. Von privaten Abendbesichtigungen im Buckingham Palace über die bisher vollständigste Leonardoda- Vinci-Ausstellung bis hin zu den überschwänglichen Feiern zum 60. Krönungsjubiläum: London strotzt 2012 vor Kultur-Highlights.

 

VN-SRT/C. Haas

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