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Vorarlberger Bauinnung warnt vor Überhitzung des Wohnmarktes

Die Vorarlberger Bauwirtschaft zieht Bilanz.
Die Vorarlberger Bauwirtschaft zieht Bilanz. ©VOL.AT/Steurer
Die Vorarlberger Bauinnung blickt am Dienstag auf das vergangene Jahr zurück. Doch auch die Ergebnisse der Blitzumfrage der Innung wie auch ein Ausblick auf 2018 stehen an. 

Die Vorarlberger Baubranche zieht am Ende des Jahres 2017 eine zufriedenstellende Bilanz. Die hohe Auslastung quer durch alle Branchen habe sich auch in diesem Jahr fortgesetzt. Dies zeige die auch am Dienstag präsentierte Blitzumfrage der Bauinnung. Dies zeige die gute wirtschaftliche Lage im Land. Der Wohnbau sei weiterhin der Konjunkturtreiber, nicht zuletzt dank den gemeinnützigen Wohnungen.

Die jährlich durchgeführte Blitzumfrage unter den Vorarlberger Bauunternehmen zeigt ein erfreuliches Bild zum Abschluss des Jahres. Insgesamt schätzen die Vorarlberger Bauunternehmer die aktuelle Auftragslage um 6,59 Prozent höher ein als im Dezember des Vorjahres. Im ersten Halbjahr 2018 rechnet die Branche insgesamt mit einem Plus von 2,73 Prozent. In den einzelnen Sparten erwarten die Unternehmer recht unterschiedliche Entwicklungen. Der Wohnbau steige wohl weiterhin stark an, auch im Bereich der Sanierung liegen die Prognosen bei einem Plus. Anders die Einschätzungen im Industriebau sowie im öffentlichen Hochbau und dem öffentlichen Tiefbau. Hier erwartet man leichte Rückgänge.

Der Wohnbau ist aber auch das Sorgenkind der Bauinnung. Immobiliensprecher Günther Ammann warnt vor einer Überhitzung des Marktes: “Aktuell wird mehr gebaut denn je – vor allem im sozialen Wohnbau. Diese Dynamik heizt die Konjunktur zusätzlich stark an und treibt auch die Preise nach oben. Wir müssen hier wieder Tempo herausnehmen und den Bedarf genau analysieren, andernfalls laufen wir Gefahr, am Bedarf vorbeizubauen. Dabei sind vernünftiges Augenmaß und eine gezielte Bedarfsorientierung auf längere Sicht gefragt.”

Grund für die Warnung sei nicht nur, dass Innungsmeister Peter Keckeis die Bücher der heimischen Bauunternehmen gefüllt sieht und Konkurrenz aus dem Ausland fürchtet. Es mangle an einer Überlegung, ob sich die derzeitige Baustrategie langfristig trage und auch in einigen Jahren noch gebraucht wird. Schlussendlich laufe es auf die Frage hinaus, ob die Entwicklung von Eigentum zur Miete auch von der Politik und Gesellschaft so langfristig gewünscht ist.

Hinzu kommt die Diskussion rund um Leerstand. Während im Bregenzerwald zahlreiche Häuser leer stehen, baut man trotz mangelnden Bauflächen und steigenden Gründstückspreisen in den Ballungsräumen. Hier müsse man bei der anstehenden Reform des Flächenwidmungsplanes reagieren, fordert die Innung. Hier müsse man gemeindeübergreifend denken. Dies bedeutet: Höhere Baunutzungszahlen durch mehrstöckige Bauten in urbaner werdenden Zentren.

Leerstehende Investorenwohnungen in Neubauten halten die Vertreter der Innung aus ihrer persönlichen Erfahrung nicht. Es gebe aber durchaus vor allem am Bodenseeufer Zweitwohnungen, die nur zeitweise bewohnt sind. Dennoch, die Innung plane eine Studie in Auftrag zu geben, um den tatsächlichen Leerstand, dessen Verteilung und Gründe auf die Spur zu kommen.

Besteuerung belaste Wohnraumsuchende

Hinzu komme auch die Frage der Besteuerung. Durch die Steuerreform 2016 sei Bauen und Wohnen noch teurer geworden, sowohl durch die neue Bemessungsgrundlage wie auchd ruch die Anhebung der Immobilienertragssteuer auf 30 Prozent des Veräußerungsgewinns. Diese Steuern würden weniger Immobilienspekulation treffen, sondern jene, welche dringend Wohnraum benötigen.

Schlüsselfertig statt Marke Eigenbau

Doch auch ein Grund für die steigenden Wohnpreise sind geänderte Bedingungen und Erwartungen. Während früher der Hausbesitzer oft über Jahre selbst Hand auf der Baustelle anlegte und Einzelheiten wie der Verputz oft erst Jahre nach dem Einzug fertiggestellt wurden, ziehe man heute in eine schlüsselfertige Wohnung.

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