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Tipps für Wintersport abseits der Piste

©VOL.AT
Wintersportaktivitäten abseits von gesicherten Pisten sind weiter im Vormarsch und neben den klassischen Skitouren erfreut sich auch das Variantenfahren immer größerer Beliebtheit. Und obwohl die letzte Saison, wie in den Jahren zuvor, wieder spät startete, wurden in Vorarlberg 127 Unfälle mit 102 Verletzten im freien Skiraum gezählt. Für vier Wintersportler kam jede Hilfe zu spät und sie konnten nur noch Tod geborgen werden.

Um solche Ernstfälle zu vermeiden gilt es, sich das erforderliche Wissen um die alpinen Gefahren und deren bewussten Umgang anzueignen. Der richtige Umgang mit der Notfallausrüstung ist dabei ebenso essentiell wie Kenntnisse der Kameradenbergung.

“Skitourengeher und Variantenfahrer tragen aber nicht nur Verantwortung für sich selbst und in letzter Konsequenz für die Rettungskräfte, sondern auch für den Schutz der Natur”, betont Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler.
Generell gilt: Wer im freien Skiraum unterwegs ist, sollte erst gar nicht in die Situation kommen Hilfe zu benötigen oder Hilfe leisten zu müssen. „Es geht darum, sich im Gelände den Verhältnissen angepasst zu bewegen“, unterstreicht Martin Burger, Landesleiter der Bergrettung Vorarlberg. Doch eine hundertprozentige Sicherheit im alpinen Gelände gibt es nicht.
“Deshalb muss der richtige Umgang mit der Notfallausrüstung – insbesondere LVS, Schaufel und Sonde – regelmäßig geübt werden”, so Burger weiter. Denn die Überlebenswahrscheinlichkeit sinkt schon in der ersten Viertelstunde nach einer Ganzverschüttung drastisch ab. Da muss im Ernstfall jeder Handgriff sitzen.

Bei der Ausrüstung seien die Unterschiede spürbar. Vor allem Anfänger seien zwar modern ausgerüstet, mit den einzelnen Elementen jedoch meist kaum vertraut. “Alte Hasen” wiederum würden oft auf die Notfallausrüstung verzichten. Wichtig sei hier vor allem, tatsächlich über alle drei Elemente zu verfügen, da diese quasi aufeinander aufbauen und nur in Kombination sinnvoll verwendbar sind. 

Suche nach Vermissten birgt Risiko

Jeder zehnte Verunfallte muss wegen Verirren und Verfahren geborgen werden. Die Suche und Fahndung nach abgängigen Personen bedeutet auch für die Suchmannschaften oftmals ein erhöhtes Risiko. Dies sollten die Wintersportler bei ihren Ausfahrten auch immer mitbedenken.

Einer der wichtigsten Faktoren für die eigene Sicherheit abseits der gesicherten Piste ist, sich mit der Umgebung und dem Gelände vertraut zu machen. “Nur weil schon eine oder mehrere Spuren hinunterführen, heißt dies noch nicht, dass es sicher ist”, so Christoph Gargitter, Ausbildungsleiter der Alpinpolizei.

Eigenverantwortlich in freies Gelände

Nicht nur die aktuelle Lawinenwarnstufe und das Wetter haben Einfluss auf die Sicherheit, sondern auch das Wissen, das eigene Verhalten und die Risikobereitschaft beim Geländefahren wirken sich auf diese aus. Die Sicherheitsmaßnahmen, die auf den gesicherten Pisten vorgefunden werden, gelten nicht außerhalb des markierten Pistenraumes. Hier wird weder gesichert, kontrolliert oder gar lawinengesprengt.

“Abseits der gesicherten Pisten und Abfahrtsrouten – auch schon wenige Meter daneben – ist freies Gelände. Hier sind die Wintersportler eigenverantwortlich unterwegs und müssen die Absturz- und Lawinengefahr selbständig und eigenverantwortlich beurteilen.” zeigt Mario Amann, Geschäftsführer von Sicheres Vorarlberg, auf.

Um das Bewusstsein für diese Anforderungen zu stärken, bietet Sicheres Vorarlberg in Kooperation mit der Alpinpolizei, Alpenverein, Bergführer, Bergrettung, Lawinenwarndienst und den Naturfreunden und vielen weiteren Partnern, verschiedenste Kurse zum Thema „Sicherheit abseits der Piste“ an. Unter anderem gibt es auch heuer wieder die Möglichkeit an acht Standorten im Land das kostenlose Angebot, sich in der Lawinenverschüttetensuche bzw. der Handhabung der Notfallausrüstung zu üben.

Die Freiheit abseits der Pisten hat jedoch ihre Grenzen, und die beginnen vor dem Wald. „Sowohl Skifahrer wie Liftbetreiber sind zum Respekt vor der Kinderstube Wald aufgerufen“, appelliert Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler an deren Verantwortung. Denn in vielen Teilen des Landes erfüllt der Wald eine wichtige Schutzfunktion für darunterliegende Siedlungsräume. Ebenso klar spricht er sich gegen Abenteuer in der Bergwelt aus. Jeder, der sich im freien Gelände bewegt, muss die Risiken dort kennen und darf sie nicht heraufbeschwören.

Die gesamte Pressekonferenz

(red)

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