Lift-Verhandlung in Mellau vertagt

Von Peter Strauß
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Die Roßstelle ist derzeit eine Großbaustelle, nur der neue Lift muss vorerst noch warten. Die Roßstelle ist derzeit eine Großbaustelle, nur der neue Lift muss vorerst noch warten. - © AJK
Mellau - Die geplante Modernisierung auf der Mellauer Rossstelle, wo ein Doppelschlepplift durch eine Achter-Sesselbahn ersetzt werden soll, muss weiter warten.

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Eine gestern durchgeführte Landschaftsschutz-Verhandlung konnte nicht abgeschlossen werden, weil im Laufe des Verfahrens von der Behörde zusätzliche Unterlagen angefordert wurden.

Baubeginn offen

Durch diese neuerliche Verzögerung rückt der Baubeginn der rund sieben Millionen Euro teuren modernen Anlage – dem ersten Achtersessellift im Bregenzerwald – neuerlich in die Ferne, zumal die Bergbahnen damit rechnen, dass Naturschutzanwältin Katharina Lins einen allfälligen positiven Bescheid beeinspruchen wird. Das Behördenverfahren dürfte somit verlängert werden.

Mehrheitsgesellschafter Herbert Frick sieht die Problematik: „Im Bereich der geplanten Bahn befindet sich ein Moorgebiet, das aus Sicht des Natur- und Landschaftsschutzes sehr wertvoll ist.“

Notwendige Modernisierung

Die Bergbahnen sind zuversichtlich, dass es dafür eine Lösung geben wird, denn „diese Modernisierung ist als Teil unseres Gesamtkonzeptes unerlässlich. Der Doppelschlepplift entspricht nicht mehr heutigen Standards, er stammt aus der ,Gründerzeit‘ des Skigebiets und wurde vor fast 40 Jahren gebaut.“ Nach dem Zusammenschluss der Skigebiete von Mellau und Damüls hat der Lift auf der Rossstelle zudem an Bedeutung gewonnen, denn er schafft die Verbindung von der Bergstation der Einseil­umlaufbahn zu den Liften im Skigebiet (Wildgunten und Verbindungsbahn ins Damülser Skigebiet).

Entflechtung umgesetzt

Es wird aber nicht nur für mehr Komfort gesorgt, indem den Skifahrern Fußmärsche zu den Bahnen erspart bleiben, auch der Sicherheits­aspekt spielt eine große Rolle.

„Wir wollen mit der Bergstation etwas höher hinauf gehen und einerseits mehr Pistenlänge schaffen und gleichzeitig die Pisten in diesem Bereich etwas mehr entflechten“, wie Frick erklärt. Es habe sich nämlich gezeigt, dass es durch die Verbindung nach Damüls auf der Rossstelle zu Engpässen kommt, wenn Skifahrer aus mehreren Richtungen zusammentreffen.

Auch Infrastruktur neu

Mit der neuen Bahn ist es aber nicht getan, derzeit ist die Rossstelle eine Großbaustelle. Alpengasthof und Alp­hof werden modernisiert und erweitert. Der Alpengasthof Simma entsteht neu als Panoramarestaurant, der Alphof Rossstelle wird u. a. durch einen Kiosk und ein Sportgeschäft ergänzt.

Krönender Abschluss

Der krönende Abschluss der laufenden Modernisierung folgt mittelfristig mit dem Neubau der Zubringerbahn, deren Talstation in ein umfassendes Hotelprojekt inte­griert werden soll.

Mit dem Kauf der Tennishalle hat Herbert Frick den ersten Schritt zu diesem Großprojekt bereits getan, die Gemeinde hat inzwischen die erforderlichen Umwidmungen vorgenommen, und im kommenden Jahr sollen die konkreten Planungen beginnen.

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