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Liechtenstein auf 200 Millionen Franken Schadenersatz geklagt

Liechtenstein auf 200 Millionen Franken Schadenersatz geklagt
Vaduz – Der Unternehmer Jürgen Hermann hat Liechtenstein auf 200 Mio. Franken Schadenersatz geklagt. Die Finanzmarktaufsicht habe ein ungesetzliches Monitoring-Verfahren gegen seine Fondgesellschaft eingeleitet und ihn ruiniert, so Hermann.

 (1 Kommentar)

Schon kurz nach der Gründung der Fondgesellschaft habe die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht moniert, dass Hermann mit einer aggressiven Form der Werbung nach amerikanischem Vorbild nicht zum Finanzplatz Liechtenstein passe, berichtet die Neue Züricher Zeitung (NZZ). 2003 hat die Finanzmarktaufsicht dann das Monitoring-Verfahren gegen die Hermann Finanz AG eingeleitet.
Nun hat Hermann das Fürstentum Liechtenstein auf 200 Mio. Franken Schadenersatz geklagt. Das Fürstentum muss sich vor Gericht verantworten. Hermanns Begründung für die Klage: Das Monitoring und die – wie Hermann sagt - unerlaubte Veröffentlichung des Verfahrens hätten den Niedergang des einst sehr erfolgreichen Fonds mit sich gebracht. Seine Kunden seien aufgeschreckt worden und hätten ihre Gelder aus der Fondsgesellschaft zurück gezogen.

Der Prozess gegen das Fürstentum dürfte Jahre dauern, meinen Experten. Eine Klage in einer solchen Höhe ist laut NZZ in Liechtenstein noch nie eingereicht worden.
Quelle: Neue Zürcher Zeitung

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