Akt.:

Letzte Ruhestätte Bodensee: Politiker melden sich zu Wort

Der Bodensee: Auch viele Vorarlberger würden hier gerne ihre letzte Ruhe finden. Der Bodensee: Auch viele Vorarlberger würden hier gerne ihre letzte Ruhe finden. - © AP
von Markus Sturn (VOL.AT) - Schwarzach – Immer mehr Vorarlberger wünschen sich, dass ihre Asche im Bodensee verstreut wird. Das ist aber gesetzlich untersagt. Muss das Bestattungsgesetz geändert werden? VOL.AT sprach mit Politikern und Entscheidungsträgern.

 (33 Kommentare)

Korrektur melden

Legistik-Landesrat Siegmund Stemer kann sich eine Änderung des Landesbestattungsgesetzes derzeit nicht vorstellen. Selbiges sieht  keine Beisetzung auf See vor. Zwar habe er selbst nichts gegen Seebestattungen. Die letzte Novellierung des Gesetzes im Jahr 2009 sei aber sehr lange diskutiert worden, und der erreichte Kompromiss sei von allen Parteien gutgeheißen worden. Die Notwenidigkeit einer weiteren Novellierung scheint Stemer deswegen nicht gegeben. Er werde sich aber mit seinen Sachverständigen zusammensetzen, um die Erfahrungen mit dem geltenden Gesetz aufzuarbeiten.

FPÖ gegen Gesetzesänderung

FPÖ-Klubobmann Dieter Egger schlägt in dieselbe Kerbe. Das Bestattungsgesetz sei “mehr als ausreichend”, um eine würdevolle Beisetzung zu gewährleisten. Eine Erweiterung des Gesetzes sieht er daher eher kritisch. Die Frage, die sich dann stelle sei: Wo zieht man die Grenze? Auch der Erhalt des Bodensees als Freizeitraum und Trinkwasserreservoir ist Egger ein Anliegen. Und schließlich sei eine Gesetzesänderung nur sinnvoll, wenn auch die anderen Bodenseeanrainerstaaten mitziehen würden.

SPÖ wünscht sich “komplett legale Möglichkeiten”

Michael Ritsch, Klubobmann der SPÖ im Vorarlberger Landtag, sieht die Sache ein wenig anders. Seiner Meinung nach soll der Verstorbene selbst oder seine Angehörigen bestimmen dürfen, was mit den sterblichen Überresten passiere. Deswegen wünsche er sich “komplett legale Möglichkeiten” in diesem Bereich. Und da Asche ohnehin “etwas Hygienisches” sei, kann er sich gut ein Gesetz vorstellen, das den Angehörigen erlaubt, die Asche zu verstreuen, wo immer sie möchten. Denn auch das ist bisher untersagt.

Aydin: Gesetzesänderung “denkbar”

Vahide Aydin von den Grünen hält eine Änderung des Bestattungsgesetzes für “denkbar”. Grundsätzlich ist sie der Meinung, dass man die Menschen ihre Bestattungsform frei wählen lassen sollte. Nur weil einige Wenige sich etwas Bestimmtes wünschen, könne man aber nicht einfach das Gesetz ändern. Deswegen müsse zuerst sehr genau geprüft werden, was der Wille der Mehrheit sei. Das sei aber ihre persönliche Meinung, nicht eine offizielle Position der Grünen.    

Werbung


Kommentare 33

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

HTML-Version von diesem Artikel
Verkehr in Vorarlberg

Mehr auf vol.at
Lkw beinahe umgestürzt
Schruns - Weil er einem Pkw auswich, drohte am Montagnachmittag in Schruns ein Lkw umzustürzen. Das Fahrzeug musste mit [...] mehr »
Junge Männer wählten blau, junge Frauen grün
Bei der Vorarlberger Landtagswahl haben sich einmal mehr deutliche Unterschiede im Wahlverhalten von Jung und Alt sowie [...] mehr »
469.000 Euro! Vorarlberger knackt Joker-Jackpot
Beim Lotto "6 aus 45" hat es bei der Ziehung am Sonntagabend zum dritten Mal in Folge keinen Sechser gegeben. Beim [...] mehr »
Tumulte im Herrenried-Stadion bei Vorarlbergliga-Spiel
Zu Handgreiflichkeiten und unschönen Szenen unter den knapp eintausend Zuschauern kam es im Vorarlbergliga-Spitzenspiel [...] mehr »
Fünf Jahre für bewaffneten Raubüberfall
Feldkirch - Ein 36-jähriger Afrikaner wurde heute am Landesgericht Feldkirch wegen schweren Raubes zu fünf Jahren [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Bitte Javascript aktivieren!