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Lehrlinge werden entlastet

In Zukunft müssen Lehrlinge für ihre Unterkunft in der Berufsschule nicht mehr selbst aufkommen.
In Zukunft müssen Lehrlinge für ihre Unterkunft in der Berufsschule nicht mehr selbst aufkommen. ©VN/Steurer
SPÖ, FPÖ und Grüne haben einem Antrag zugestimmt, wonach die Berufsschul-Internatskosten für Lehrlinge künftig übernommen werden.

„Es ist ein absoluter Meilenstein gelungen, endlich die Internatskosten für Lehrlinge abzuschaffen“, freut sich der Vorsitzende der Gewerkschaftsjugend Vorarlberg (ÖGJ), Lucas Schweigkofler, über die Einigung am Donnerstagabend im Nationalrat.

Die Internatskosten liegen je nach Dauer des Aufenthalts zwischen 800 und 1.200 Euro. Der Großteil der Lehrlinge musste bislang dafür selbst aufkommen. „Somit blieb oftmals kaum etwas von ihrer Lehrlingsentschädigung übrig“, erklärt Schweigkofler. „Ein großer Erfolg ist das Gratis-Internat vor allem auch für Frauen. Viele von ihnen lernen Berufe in Branchen mit niedrigen Lehrlingsentschädigungen“, betont Schweigkofler.

Zusätzliche Lehrstellen

Nur wenige Lehrlinge waren in der glücklichen Lage, dass der Ausbildungsbetrieb aufgrund des Kollektivvertrags oder auf freiwilliger Basis die Internatskosten übernommen hat. Auch für diese Betriebe sieht der ÖGJ-Vorsitzende nun Vorteile. „Die Übernahme der Internatskosten bedeutet für sie eine enorme Kostenentlastung“, so Schweigkofler. Er rechnet vor: „ein Betrieb mit zehn Lehrlingen spart sich künftig pro Jahr 10.000 Euro. Um dieses Geld könnten sogar ein bis zwei zusätzliche Lehrlinge eingestellt werden.“ Die ÖGJ erwartet demnach auch, dass durch die Maßnahme die Unternehmen künftig wieder mehr Lehrlinge aufnehmen.

Das neue Modell sieht nun vor, dass die Internatskosten aus dem Insolvenzentgeltfonds bezahlt werden, der auch für die Lehrstellenförderung zuständig ist. „Der Fonds verfügt über Rücklagen von 450 Millionen Euro. Die jährlichen Kosten werden hingegen nur 60 Millionen Euro betragen“, erklärt Schweigkofler.

(red)

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