Lorraine Huber gewinnt auf Freeride-World-Tour in Fieberbrunn

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Lorraine Huber gewinnt auf Freeride-World-Tour in Fieberbrunn
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Der dritte Stopp der Swatch Freeride World Tour (FWT) hat in Fieberbrunn einen Doppelerfolg für Österreich bei den Ski-Damen gebracht: Die Vorarlbergerin Lorraine Huber, die bereits den zweiten FWT-Stopp in Andorra gewonnen hatte, siegte mit 91,33 Punkten vor Weltmeisterin Eva Walkner aus Salzburg und übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung.

Bei Neuschnee und blauem Himmel fand heute der dritte Stopp der SWATCH FREERIDE WORLD TOUR 2017 (FWT) in Fieberbrunn statt. Am Nordhang des Wildseeloder holten Kristofer Turdell (SWE) und Lorraine Huber (AUT) bei den Skifahrern sowie Sammy Luebke (USA) und Marion Haerty (FRA) bei den Snowboardern den Sieg. Fabio Studer (AUT), Lorraine Huber (AUT), Eva Walkner (AUT) und Thomas Feurstein (AUT) qualifizierten sich für die letzten beiden Events in Alaska und Verbier sowie die FWT 2018.

 

Am Wildseeloder (2.118 Meter) fuhren die 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einem durchschnittlich 48 Grad und im Extremfall bis zu 70 Grad steilen Hang mit fast 600 Höhenmetern ab, der von den Bergführern nach einigen Lawinensprengungen freigegeben worden war. Die Damen starteten im unteren Startbereich auf 2.033 Meter. Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Action von der Schnee-Arena am Lärchfilzkogel aus.

Nur die besten zwölf Skifahrer, sechs Snowboarder, sechs Skifahrerinnen und vier Snowboarderinnen der Rangliste qualifizierten sich für die verbleibenden FWT-Stopps in Haines/Alaska und Verbier sowie für die FWT 2018. Dabei kamen nur die beiden besten Resultate der ersten drei Wettbewerbe dieser Saison in die Wertung.

Ski Herren: Studer für Alaska qualifiziert
Anspruchsvolle Bedingungen und mehrere spektakuläre Stürze prägten den Wettkampf bei den Skifahrern. Der Sieg ging an Kristofer Turdell (SWE), der unter anderem einen gewaltigen Sprung im oberen Steilhang stand. Zweiter wurde Logan Pehota (CAN) vor Reine Barkered (SWE).

 

Fabio Studer aus Koblach (AUT) landete einen weiten Sprung über ein Felsband oben im Steilhang sowie drei weitere Airs. Mit seinem kontrollierten Run holte er den fünften Platz und ist als Zehnter des Gesamtklassements in Alaska und beim Finale in Verbier dabei. „Ich hoffe, wir haben in Alaska gute Bedingungen und freue mich sehr, dass ich den Cut geschafft habe“, sagte der Vorarlberger. Benedikt Mayr aus München (GER) nahm oben den gleichen Sprung wie Studer, stürzte jedoch und belegte Platz 18. Damit ist er als 18. der Gesamtwertung nicht für Alaska qualifiziert, ebenso wie Felix Wiemers (GER) und Stefan Häusl (AUT), die wegen Verletzungen nicht am Start waren.
Ski Damen: Doppelsieg für Österreich
Lorraine Huber aus Lech am Arlberg (AUT), die den zweiten FWT-Stopp in Andorra gewonnen hatte, begann ihren Lauf mit einem doppelten Cliffdrop und legte dann noch drei weitere Sprünge hinterher. Ihre äußerst flüssige und schnelle Fahrt brachte ihr 91,33 Punkte und damit den Sieg. Die Vorarlbergerin fährt nun als Führende der Rangliste nach Haines/Alaska: „Ich habe mich sehr gewissenhaft vorbereitet und es kam mir sehr zugute, dass ich das Face gut kenne. Mir war es wichtig, flüssiges, sicheres und gutes Skifahren mit guten Sprüngen zu zeigen. Es war mir noch nie gelungen, hier in Fieberbrunn Erste zu werden. Das ist einfach ein Traum, der in Erfüllung geht.“

 

Platz zwei in Fieberbrunn ging an die amtierende Weltmeisterin Eva Walkner (AUT), die eine ähnliche Linie wie Huber vorgelegt hatte. Walkner ist als Fünfte der Rangliste ebenfalls in Alaska dabei. „Ich habe heute eine sehr coole Linie gewählt, bin aber bewusst ein bisschen verhalten gefahren, weil es um den Cut für Alaska ging und ich keinen Sturz riskieren wollte. Mit dem zweiten Platz bin ich sehr happy.“ Dritte wurde Hazel Birnbaum (USA). Die zweimalige Weltmeisterin Nadine Wallner (AUT) belegte Platz acht und verpasste damit die Qualifikation für Haines.
Snowboard Herren: Feurstein zum zweiten Mal auf dem Podium
Sammy Luebke (USA) glänzte mit einer herausragenden Linienwahl, die es ihm erlaubte, einen Frontside 360 und einen Backside 360 in den Hang zu setzen. Zweiter wurde Jonathan Penfield (USA). FWT-Neuling Thomas Feurstein aus Schruns (AUT), der beim Auftaktevent Zweiter geworden war, arbeitete sich zunächst durch einen extrem steilen, technisch anspruchsvollen Bereich. Er beendete den oberen Steilhang mit einem Sprung und vergnügte sich im unteren Bereich mit mehreren Freestyle-Tricks. Das bedeutete Platz drei in Fieberbrunn sowie den zweiten Platz in der Gesamtwertung: „Das zweite Mal am Podium zu sein, macht sehr viel Spaß und taugt mir gut. Wenn man von drei Events zweimal am Podium steht, das hat was! Ich will für die weitere Saison fit und gesund bleiben und weiterhin gute Ergebnisse einfahren.“Der erfahrene Innsbrucker Flo Orley (AUT), der sich eigentlich aus dem Wettkampfgeschehen zurückgezogen hat, ging in Fieberbrunn mit einer Wildcard an den Start. Er wählte eine technisch äußerst anspruchsvolle Linie direkt unterhalb des Starts und belegte Rang sieben.

 

Snowboard Damen: Thost verzichtet auf Alaska-Start
Marion Haerty (FRA) holte wie schon beim zweiten FWT-Stopp in Andorra auch in Fieberbrunn den Sieg. Sie verband schöne Powder-Turns mit stylishen Airs. Zweite wurde Shannan Yates (USA) vor Audrey Hebert (CAN). Manuela Mandl aus Wien (AUT), die beim zweiten FWT-Event den dritten Platz belegt hatte, suchte sich eine Linie mit viel frischem Tiefschnee und schloss den oberen Teil mit einem kleinen Sprung ab. Ein sicher gestandener weiter Air im unteren Teil brachte ihr abschließend Platz vier. In der Gesamtwertung erreichte sie Rang fünf. Für sie ist damit die FWT-Saison zwar beendet, sie will aber versuchen, sich über die Qualifier-Events für die FWT im nächsten Jahr zu qualifizieren.Die Halfpipe-Olympiasiegerin von 1998 und Xtreme-Verbier-Siegerin 2015 Nicola Thost (GER), Zweite beim Saisonauftakt, suchte sich oben den Weg durch eine technische Rinne mit einem abschließenden kleinen Cliffdrop. Mit ihrem verspielten Run eroberte sie Platz fünf. Als Vierte der Gesamtwertung hätte sie nach Alaska mitfahren können, verzichtete jedoch darauf, weil sie ihre Karriere mit dem Stopp in Fieberbrunn beenden will.
Freeride Junior Tour by Head gastiert ebenfalls in Fieberbrunn
Kommendes Wochenende (11./12. März) zeigt auch der Nachwuchs beim 3-Sterne-Contest der Freeride Junior Tour by Head sein Können in Fieberbrunn. Die Freeride-Youngster zwischen 14 und 18 Jahren starten dieses Jahr vom unteren Startbereich am Wildseeloder. Der nächste Stopp der FWT beginnt am 18. März in Haines, Alaska.Weitere Informationen sowie ein Replay des Live-Webcasts auf www.freerideworldtour.com.

Winning run Lorraine Huber – Chamonix-Mont-Blanc staged in Vallnord-Arcalís – FWT17

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(APA/red)

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