19. April 2012 12:43; Akt.: 19.04.2012 13:43

Der “Weiße Rausch” – das letzte große Skispektakel zum Abschluss

Der weiße Rausch ist das letzte große Skievent dieser Saison am Arlberg. Der weiße Rausch ist das letzte große Skievent dieser Saison am Arlberg. - © VOL.AT/Privat
Schwarzach. Am kommenden Samstag geht mit dem „Weißen Rausch“, eines der spektakulärsten Schirennen des Winters über die Bühne.
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Unzählige Fans werden in St. Anton am Arlberg bei diesem Rennen für eine gewaltige Stimmung sorgen. Denn was die Schifahrer, Snowboarder und Telemarker bei diesem Rennen in nur wenigen Minuten abliefern, zieht die Skifans in ihren Bann.

Warum eigentlich?

Mehrere Hundert Skifahrer, Snowboarder und Telemarker setzen sich bei der Bergstation Valluga auf fast 2.700 Metern gemeinsam in Bewegung. Vor ihnen liegt eine neun Kilometer lange Abfahrt, bei der es 1.350 Höhenmeter zu überwinden gilt. Die Schnellsten kommen in acht Minuten und einigen Sekunden an. Zeiten zwischen 11 und 18 Minuten sind noch guter Durchschnitt. Dazwischen liegt aber eine unglaubliche Konzentrationsübung und Anstrengung mit Krafteinteilung.

Einzigartiges Gefühl am Start

Man stelle sich vor, man steht mit einigen Hundert Athleten auf einem Berg, und beim Startschuss fahren alle los. Hier gilt es allen Mut und eben die Konzentration auf diesen Moment zu fokussieren. Schon alleine der Anblick in dieser Bergkulisse, auf dieser Höhe, ist imposant. Und dann das Rennen. Absolut einzigartig.

Von 0 auf 100

Zunächst, sofort nach dem Start eine rasante Abfahrt über mehrere hundert Meter. Hier gilt es für die Spitzenathleten möglichst viel Geschwindigkeit für das erste Gleitstück mit zu nehmen. Dann nach nur eineinhalb Minuten wartet eine Schlüsselstelle des Rennens. Der Aufstieg, um zur nächsten Abfahrt vom Valfagehrjoch zu kommen. Und hier trennt sich die „Spreu vom Weizen“. Schon zu Beginn des Rennens erreichen viele ihre Leistungsgrenze, wenn sie diese Anhöhe zu schnell angehen. Außer dem vielfachen Sieger Paul Schwarzacher oder Olympiasieger Christoph Bieler schafft es fast keiner, ohne Abschnallen der Skier diese Anhöhe zu bewältigen.

Oben angekommen schlägt der Puls so heftig, dass man zunächst einmal richtig durchschnaufen muss. Und ab jetzt kommt die Zeit der Mutigen und der begnadeten Skifahrer. Nun geht es nur noch abwärts Richtung St. Anton. Vor über 14 Jahren hat Peter Mall, Eventmanager von St. Anton, dieses Event ins Leben gerufen. Gemeinsam mit ein paar Kollegen wollten sie damals zum Saisonabschluss ein Rennen organisieren, bei dem Skilehrer noch einmal ihr ganzes Können zeigen konnten.

Mittlerweile ist dieses Rennen auf der ganzen Welt bekannt. Teilnehmer aus Australien, Japan, USA – von überall her kommen die Starter, um beim „Weißen Rausch“ dabei zu sein.

Paul Schwarzacher, Peter Groß, Angelika Kaufmann – die Stars des „Weißen Rausch“

Aus sportlicher Sicht war bisher der Österreicher Paul Schwarzacher der große Star und das Maß aller Dinge bei diesem Event, wird in diesem Jahr jedoch zum ersten Mal nicht am Start sein. Mehrmals hat der ÖSV Spartentrainer den Weißen Rausch bereits mit den Skiern gewonnen und auch mit dem Snowboard konnte er sich bereits als Champion feiern lassen. Etwas Außerordentliches. Nun sind Athleten wie Peter Groß, Andi Tatschl oder Cornelius Greußing aus Möggers, wahre Spezialisten für den Weißen Rausch, die Favoriten bei den Herren. Bei den Damen Angelika Kaufmann aus Lech, die Vorjahressiegerin, Marina Herzmaier oder auch die Zillertalerin Elisabeth Aschenwald. Die Siegerzeit lag bei den Herren im vergangenen Jahr bei 8 Minuten 14, bei den Damen bei 10 Minuten 46. Und so kann man auch 2012 mit einer gewaltigen Zeit rechnen.  

Liveübertragung im Internet – Startschuss um 17 Uhr

Pünktlich um 17 Uhr startet „Der Weiße Rausch“ – bereits ab 16 Uhr 15 gibt es im Internet unter www.stantonamarlberg.com die Liveübertragung via Livestream. Martin Böckle & Martin Ebster werden für die vielen Zuschauer zu Hause das Rennen kommentieren. Ski-WM Speaker Lukas Schweighofer wird vor Ort im Ziel dem Publikum zusätzlich einheizen.      



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