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Tourismus-Großprojekt für Laterns

So soll das neue Hotel nach den aktuellen Plänen von Johannes Kaufmann aussehen.
So soll das neue Hotel nach den aktuellen Plänen von Johannes Kaufmann aussehen. ©VN-Heimat / Visualisierung: Schreiner Kastler
Neun-Millionen-Euro-Projekt soll Nächtigungszahlen im Tal verdoppeln.

Laterns. (VN-gms, doh) 186 Betten, direkt neben der Talstation: Das soll in Laterns das neue Jufa-Hotel bieten, das sich in den letzten Zügen der Projektentwicklung befindet. Nach langer Planung wurde im Herbst ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Finanzierung des Neun-Millionen-Euro-Projektes scheint zu stehen und Förderzusagen des Landes liegen vor.

Das Hotel wird von einer Errichtergesellschaft gebaut, an der die Gemeinde Laterns mit 35 Prozent beteiligt ist. Zu weiteren Partnern gibt es derzeit keine Angaben. Geführt wird das Hotel dann von der Jufa, die das Gebäude auf 30 Jahre pachtet. Die Option auf Verlängerung ist vertraglich festgelegt. Das Gebäude selbst bleibt aber im Besitz der Errichtergesellschaft. Laterns profitiert als Partner in der Errichtergesellschaft auch von Förderungen des Landes Vorarlberg. 1,8 Millionen Euro bekommt die Gemeinde Laterns als Investitionszuschuss. Dazu kommt ein Landesdarlehen über 1,85 Millionen Euro, welches die Gemeinde aus den Pacht-erträgen bedienen möchte. Die Projektkosten liegen laut Förderzusage des Landes Vorarlberg bei 9,218 Millionen Euro.

Öffentliche Bereiche

Die Eckpunkte des Neubaus sind beeindruckend. Unter dem Namen „Klangholzhus“ soll ein Hotel mit 62 Zimmern und 186 Betten errichtet werden. Das Gebäude wird neben dem Hotelbetrieb auch einen öffentlich zugänglichen Spielplatz, einen ganzjährig geöffneten Gastronomiebetrieb sowie ein Generationencafé beheimaten. Der Standort ist im Bereich der Talstation der Vierersesselbahn Gapfohl geplant. Das Grundstück ist bereits an das Straßennetz und auch an die Kanal- und Wasserleitungen angeschlossen.

Starker Partner Jufa

Mit der Jufa (Jugend- und Familiengästehäuser) hat die Gemeinde Laterns einen starken Partner an Land gezogen. Jufa-Vorstand Gerhard Wendl hat vor 25 Jahren mit drei alten Jugendherbergen in Graz gestartet und eine touristische Erfolgsgeschichte begonnen. Heute gibt es fast 60 Jufa-Hotels in fünf Ländern. Über 1100 Menschen arbeiten für das Unternehmen. An den Vorarlberger Standorten in Schruns und in Bregenz werden an die 75.000 Nächtigungen im Jahr generiert.

Jetzt freut sich Wendl auf den Start in Laterns. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, erklärt er. Der kalte Jänner habe zwar zu Verzögerungen bei der Entnahme ausständiger Bodenproben geführt, man sei aber zuversichtlich, dass im Frühjahr der Baustart erfolgen könne. Pünktlich zur Wintersaison 2018/19 möchte Wendl dann die Tore in Laterns öffnen.

Offene Türen

Und das Türenöffnen meint Wendl wörtlich. Denn für die Jufa-Hotels ist es wichtig, dass man sich jeweils den lokalen Gegebenheiten anpasst. Da passe etwa auch der moderne Bau vom Vorarlberger Architekten Johannes Kaufmann. Der hatte sich in einem Architekturbewerb, den die Gemeinde gemeinsam mit Jufa ausgeschrieben hat, durchgesetzt. Der Entwurf sieht eine höhengestaffelte Struktur mit drei unterschiedlich hohen Baukörpern vor. Das Hotelgebäude ist in den Hang geschoben und die Anzahl der Geschoße variiert zwischen drei und fünf Etagen.

Durch die gewählte Situierung der drei Gebäudeteile wird zudem im Südwesten eine großzügige öffentliche Fläche geschaffen. „Wir wollen auch die Bevölkerung ins Boot holen“, erklärt Wendl. Damit das Angebot auch zur Region passt, habe man im Vorfeld mehrmals Workshops mit den regionalen Partnern abgehalten.

Nächtigungen verdoppeln

Im Laternsertal haben die Nächtigungszahlen stagniert. So könnte der neue Partner ein Hoffnungsträger sein, der neuen Schwung bringt. Jufa-Chef Wendl möchte mittelfristig mit dem ganzjährig geöffneten Betrieb 25.000 Nächtigungen erzielen. Das würde eine Verdoppelung der Übernachtungen im Tal bedeuten.

Die Zielgruppe sind vor allem aktive Familien und Jugendliche. Gäste aus der Schweiz, Österreich und Deutschland sollen angesprochen werden. Jufa setzt auch stark auf Schülergruppen. Wendl sieht eine große Chance darin, für Schulen aus Vorarlberg ein attraktiver Partner für Schulskiwochen zu werden. „Wir sehen uns hier auch als Motor der touristischen Entwicklung“, erklärt Wendl im Gespräch mit den VN.

Wirtschaftsfaktor

Das sieht auch Bürgermeister Heinz Ludescher so. In einem ausführlichen Beitrag im Laternser Gemeindeblatt bezeichnet er das Projekt als „Chance für Laterns“ und erklärt die Bedeutung des Betriebs für die Gemeinde. In den letzten Jahren habe man sowohl im Winter als auch im Sommer laufend Anfragen auf Nächtigungen ablehnen müssen, weil zu wenig Betten vorhanden sind. Ludescher verweist auf die Fremdenverkehrsabgabe als Einnahmequelle und auch auf die Kommunalsteuer-Einnahmen, die durch die Mitarbeiter des Betriebs entstehen sollen. Mit dem Hotel entstehe einer der größten Betriebe in der Talschaft. Wendl geht von 15 dauerhaften Arbeitsplätzen, Bürgermeister Ludescher sogar von 25 aus.

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