Laterns setzt auf Jufa-Hotel

Das geplante Jufa-Hotel in Laterns, neben der Talstation der Sesselbahn Gapfohl.
Das geplante Jufa-Hotel in Laterns, neben der Talstation der Sesselbahn Gapfohl. - © VN-Grafik
Neun-Millionen-Euro-Projekt soll Nächtigungszahlen im Tal verdoppeln.

Laterns. (VN-doh) Mehr Zeit als geplant haben die Untersuchungen des Bodens neben der Talstation der Laternser Bergbahnen in Anspruch genommen. Jetzt steht aber fest: Es kann gebaut werden. „Zu Wochenbeginn haben wir die Ergebnisse der Bodenproben bekommen. Der Untergrund sollte beim Bau keine Probleme verursachen“, erklärt der Laternser Bürgermeister Heinz Ludescher auf Anfrage der VN.

Wie berichtet, gibt es Pläne, ein Jufa-Hotel mit 186 Betten in der Walsergemeinde zu errichten. Gebaut werden soll auf einem Grundstück direkt neben der Talstation der Vierersesselbahn Gapfohl. Bauherr ist eine Gesellschaft, die sich zu 35 Prozent im Besitz der Gemeinde Laterns befindet. Geführt wird das Hotel von der Jufa (Jugend- und Familiengästehäuser) mit Sitz in Graz, die das Gebäude auf 30 Jahre, mit Option auf Verlängerung, pachtet. Das Gebäude bleibt im Besitz der Errichtergesellschaft.

Laterns profitiert als Partner in der Errichtergesellschaft auch von Förderungen des Landes Vorarlberg. 1,8 Millionen Euro bekommt die Gemeinde als Investitionszuschuss. Dazu kommt ein Landesdarlehen über 1,85 Millionen Euro, welches aus den Pachterträgen bedient werden soll. Die Kosten liegen bei rund neun Millionen Euro.

Start im Winter 2018/19

„Für die Gemeinde war es wichtig, die Analyse der Bodenproben abzuwarten, denn bei einem ungünstigen Untergrund können schnell Zusatzkosten von mehreren Hunderttausend Euro entstehen“, so Ludescher. Jetzt könne man aber mit Hochdruck an die Detailplanung gehen und die Verträge mit der Jufa finalisieren. Für Ludescher ist ein Spatenstich im Spätsommer realistisch. Man arbeite intensiv daran, den Termin einhalten zu können. Dann könnte man den Betrieb in der Wintersaison 2018/19 starten.

62 Zimmer, 186 Betten

Unter dem Namen „Klangholzhus“ soll das Hotel mit 62 Zimmern und 186 Betten errichtet werden. Das Gebäude wird neben dem Hotelbetrieb auch einen öffentlich zugänglichen Spielplatz, einen ganzjährig geöffneten Gastronomiebetrieb sowie ein Generationencafé beheimaten. Der Entwurf von Architekt Johannes Kaufmann sieht eine höhengestaffelte Struktur mit drei Baukörpern vor.

Nächtigungen verdoppeln

Im Laternsertal haben die Nächtigungszahlen stagniert. Jufa-Vorstand Gerhard Wendl möchte mittelfristig mit dem ganzjährig geöffneten Betrieb 25.000 Nächtigungen erzielen. Das würde eine Verdoppelung der derzeitigen Übernachtungen im Laternsertal bedeuten. Die Zielgruppe sind vor allem aktive Familien und Jugendliche aus der Schweiz, Österreich und Deutschland sowie Schülergruppen. „Wir sehen uns hier auch als Motor der touristischen Entwicklung“, so Wendl.

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