Land startet Beratungsplattform für Männer

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Niederschwellige Information und Beratung für Männer im Internet Niederschwellige Information und Beratung für Männer im Internet - © www.vordermann.at
Bregenz - Auf der Internetseite www.vordermann.at können sich Männer über verschiedenste Themen informieren und haben die Möglichkeit, sich anonym und kostenlos beraten zu lassen.

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Der Vorarlberger Landesregierung sei es wichtig, gesellschaftliche Entwicklungen mit dem Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern zu unterstützen, sagte Landesrätin Greti Schmid bei der Präsentation der neuen Website am Freitag im Landhaus. Eine formalrechtliche Gleichstellung sei aber nur der erste Schritt, an den Strukturen und Rahmenbedingungen müsse noch viel geändert werden. "Zum Beispiel geraten Männer mit Väterkarenz-Ambitionen oft in eine berufliche Sackgasse, andererseits kämpfen Frauen oft mit Benachteiligungen", so Schmid. Deshalb brauche es für Frauen und Männer spezifische beratende und unterstützende Einrichtungen und Angebote, die aber auch aufeinander abgestimmt sein sollen.

Die Praxis zeigt, dass sich insbesondere Männer schwer tun, sich mit persönlichen Problemen und Schwierigkeiten anderen anzuvertrauen. "Männer gehen sofort in die Werkstatt, wenn die Autotür klappert, klemmt es aber in der Partnerschaft oder bei der Gesundheit, bringen es viele nicht über sich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen", erläuterte der Geschäftsführer des Ehe- und Familienzentrums der Diözese Feldkirch, Edgar Ferchl-Blum. Deshalb, so Landesrätin Schmid, haben sich Vertreter aus Politik und Sozialeinrichtungen gemeinsam mit dem Thema beschäftigt und schließlich die Erarbeitung einer neuen Website zur niederschwelligen Beratung für Männer beschlossen.

Hemmschwelle senken

www.vordermann.at ist ein Projekt, das vom EFZ Feldkirch, dem Institut für Sozialdienste und der Caritas gemeinsam umgesetzt wird. Ziel ist es, Männern in schwierigen Lebenslagen rasche Orientierung über die Vielzahl professioneller Beratungsinstitutionen zukommen zu lassen und leicht zugängliche Beratung via Internet anzubieten. Um eine Anfrage abzuschicken, muss man nicht einmal seine E-Mail-Adresse bekannt geben. Damit ist absolute Anonymität und Vertraulichkeit gewährleistet. Dadurch soll die Hemmschwelle für die Inanspruchnahme von Unterstützung bei Männern gesenkt werden.

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