Ländle-Wild wandert trotz Fütterungsverbot nach Graubünden ab

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Die TBC-Krankheit bei Wildtieren grasiert und auch Nutztiere auf den Alpen angesteckt werden, denkt man über Verkleinerung der Futterstellen nach, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. In Graubünden wurde ein Wildfütterungs-Verbot beschlossen. Das scheint die Tiere aber nicht von der Wanderung in die Schweiz abzuhalten.

Seit 20 Jahren gibt es im benachbarten Graubünden ein Wildfütterungsverbot. Dort wird im Winter kein Futter mehr an das Wild ausgegeben und auch die letzten, privaten Fütterungsstellen sollen jetzt beseitigt werden.

Keine Wanderung wegen Futter

Doch trotz des vermeintlich geringeren Futterangebots wandert das Montafoner Wild im Herbst in die benachbarte Schweiz. Das gehe aus eine aktuellen Studie hervor, berichtet Rolf Hanimann vom Schweizer Amt für Tiergesundheit gegenüber dem “ORF Vorarlberg”. Als Winterquartiere würden den Tieren dann die Südhänge des Prättigaus dienen. Das Futterangebot gebe also nicht den Ausschlag für die Migration des Wildes.

Das Fütterungsverbot könne allerdings nur funktionieren, wenn genügend Wildruhezonen vorhanden seien, so Georg Bros vom Amt für Jagd. Allein im Kanton Graubünden gebe es derzeit rund 207 solcher Zonen. Wichtig bei solchen Zonen sei nicht nur eine ausreichende Fläche, sondern dass sie nicht irgendwo in Schattentälern, sondern auch an Sonnenlagen liegen..

(red)

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