3. November 2009 08:35; Akt.: 3.11.2009 08:35

Ländle-SPÖ gibt sich neue Struktur

Michael Ritsch am Wahlabend: Bedrückt, traurig, unverstanden. Michael Ritsch am Wahlabend: Bedrückt, traurig, unverstanden. - © APA
Bregenz - Die SPÖ fährt als Folge des Wahldebakels einen neuen Sparkurs. Landesvorsitzender Michael Ritsch stellt die Maßnahmen dazu am Dienstag vor.

Welchen Weg schlägt die SPÖ ein? Wird Personal abgebaut, werden bestehende Strukturen gekappt? SPÖ-Chef Michael Ritsch und Geschäftsführer Franz Lutz werden heute Vormittag im Rahmen einer Pressekonferenz über „Umstruktu- rierungen in der SPÖ Vorarl­berg“ informieren - und damit ein äußerst sensibles rotes Kapitel ansprechen. Denn ein parteiinterner Sparkurs ist nach dem Absturz bei den Landtagswahlen - die SPÖ verlor drei ihrer sechs Landtagsmandate - unumgänglich geworden.

Deutlich weniger Geld

Wie die „VN“ berichteten, stehen den Roten in den nächs-ten Jahren deutlich weniger Parteienförderungsmittel zur Verfügung - allein nächstes Jahr 151.513,35 Euro weniger als noch 2009 (siehe Grafik). Ritsch und Lutz hatten bereits wenige Tage nach der Wahl den Ernst der Lage betont. So hatte Ritsch erklärt, dass die SP-Organisation schlank weitergeführt werden müsse, während Lutz auf ein „rasches Handeln in dieser prekären Situation“ gedrängt hatte: „Die Frage ist nur noch, wo der Sparstift anzusetzen ist.“

Ein Beispiel drang durch

Und wo wird nun gespart? Parteichef Ritsch hielt sich gestern bedeckt, wollte die Maßnahmen vor der heutigen Pressekonferenz nicht vorwegnehmen. Gibt es heute etwa Rücktritte in der Partei zu vermelden? „Nein.“ Lediglich in budgetärer Hinsicht ließ sich der Bregenzer einige Aspekte entringen. So werde er auch einen ersten budgetären Überblick geben: „Wir gehen einen sparsamen Weg, diverse Ausgaben werden klein gehalten. Wir werden kürzertreten.“ Laut Ritsch war der finanzielle Weg der SPÖ in den vergangenen Jahren erfolgreich: „Wir werden heuer mit plus/minus null abschließen.“ Elke Sader habe den Weg der Konsolidierung begonnen, und alle Verbindlichkeiten gegenüber Banken und der Bundespartei beglichen, er habe den Weg fortgesetzt: „Trotz des Landtag-Wahlkampfes sind wir schuldenfrei, als einzige SPÖ-Landesorganisation in Österreich.“


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