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Kurz: "Es gibt auch Leute, die würden gerne nackt herumlaufen, aber das ist eben verboten"

Außenminister Sebastian Kurz stellt Position klar.
Außenminister Sebastian Kurz stellt Position klar. ©APA
Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz unterstrich im "Talk im Hangar-7" erneut seine Forderung für ein Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Raum und ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst.

“Der Arbeitgeber muss das Recht haben, Kleidervorschriften zu machen. Wenn ich eine Fluglinie betreibe und ich habe Stewards und Stewardessen, dann darf ich eine Uniform vorgeben und die muss für jeden gelten, egal, ob Katholik oder Muslimin”, so Kurz zur derzeit laufenden Burka-Debatte.

“Ich lehne jegliche Form von Hetze ab, auf der anderen Seite lehne ich aber auch jegliche Form von falsch verstandener Toleranz und Träumerei im Integrationsbereich ab. Beides bringt uns nicht weiter, es braucht eine faktenbasierte, vernünftige, lösungsorientierte Politik der Mitte […], wenn man weiterkommen will”, gibt Kurz zu Protokoll.

“Es gibt auch Leute, die würden gerne nackt herumlaufen”

Es sei natürlich besser, wenn eine Frau die Burka freiwillig trage, als wenn sie dazu gezwungen werde. “Aber wir sind ein Rechtsstaat, und da gibt es Gesetze und gewisse Regeln. Es gibt auch Leute, die würden gerne nackt herumlaufen, aber das ist eben verboten”, so Kurz.

Wenn die Polizistin kein Kopftuch tragen dürfe, dürfe der Katholik auch kein ‘ich liebe Jesus’-Leiberl über der Uniform tragen. Es gehe nicht um Ungleichbehandlung, sondern darum, dass es gewisse Regeln gebe, verdeutlicht der Außenminister.”Es ist auch ein Unterschied zwischen einer Person, die Symbole trägt, und einem Symbol an der Wand”, stellt der 30-Jährige seine Position zur Kreuzdebatte in öffentlichen Gebäuden klar.

“Riesenherausforderung bei Integration”

Der Außen- und Integrationsminister weiter: “Wenn wir eine islamische Glaubensgemeinschaft hätten, die jungen Muslimen viel stärker signalisiert, dass Österreich ein Land der Chancen ist, in dem man alles schaffen kann, wenn man sich anstrengt, egal woher man kommt, dann hätten wir viel weniger Probleme bei der Integration.”

Auch auf den österreichischen Arbeitsmarkt sieht Kurz durch die Flüchtlingswelle Herausforderungen zukommen: “Wir haben eine Riesenherausforderung bei der Integration. Mein Expertenteam geht davon aus, dass nach fünf Jahren rund zwei Drittel der Flüchtlinge immer noch keinen Job gefunden haben. So lange die Menschen am Arbeitsmarkt keine Chancen haben, muss der Zustrom massiv reduziert werden.”

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