Kuriose Klagen: Skurriler Prozess um tote Katzen am Bezirksgericht Wiener Neustadt

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Eine wertvolle rote Katze wurde versehentlich überfahren - ihre Besitzerin klagte in Wiener Neustadt Eine wertvolle rote Katze wurde versehentlich überfahren - ihre Besitzerin klagte in Wiener Neustadt - © Bilderbox (Symbolbild)
Eine ungewöhnliche Klage strengte eine Bio-Bäuerin aus Wiener Neustadt gegen einen Installateur an, der versehentlich ihre Katze "Milli" niederfuhr. Sie verlangte Schadenersatz und Trauerschmerzensgeld. Wer dahinter ein großes Herz für Tiere vermutet, liegt leider eher falsch.

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Weniger um Tierliebe, als um schnöden Mammom schien es bei dem skurrilen Prozess um zwei tote Katzen zu gehen, der letzte Woche am Bezirksgericht Wiener Neustadt begann. Eine Bio-Bergbäuerin klagte einen Installateur auf 500 Euro Schadenersatz, weil er eine ihrer Katzen totgefahren hat - aber nicht nur .

Katzen-Bruder untröstlich

Denn die streitbare Frau verlangt noch weitere 500 Euro Trauerschmerzensgeld - und zwar zur Kompensation des Verlusts einer weiteren "betroffenen" Katze.

Als Grund führt sie an, dass der Bruder des Tiers "eingegangen ist, weil er aus Gram über den Verlust seiner Schwester nix gefressen hat", so die Begründung der Klägerin.

Getötete Katze war Rarität

Der Zivilprozess dreht sich um "Milli", eine junge Katze, von ihrer Besitzerin als "rote Femina, die aussieht wie Garfield ... eine Rarität" beschrieben. Das Tier war eine "Frühjahrskatze, noch kein Jahr alt", als sie Ende Dezember 2009 sterben musste. "Tatort" laut Klägerin: das Kopfsteinpflaster vor ihrer "Animal Farm" in der Buckligen Welt.

Ein Installateur, den die Bio-Bäuerin und Hunde- sowie Katzenzüchterin zu sich beordert hatte, übersah beim Verlassen des Bauernhofes das Jungtier und überfuhr es. Die Besitzerin hörte noch die "Todesschreie" des Tieres, aber da war der Installateur mit seinem Pkw schon abgefahren. "Ich musste dem Mann nachtelefonieren", erinnerte sich die Bäuerin vergangene Woche vor der Richterin.

Grund für Klage: Wunsch nach richtigem Katzen-Ersatz

Und was geschah dann? Der Installateur ist "widerwillig zurückgekommen, er hat die tote Katze in eine Schachtel gepackt, mitgenommen und begraben. Aber den Platz, wo er sie totgefahren hat und Blut war, hat er nicht geputzt". Das ist aber nicht der Grund, weshalb die Frau vor Gericht gezogen ist. Sondern: "Ich wollte die gleiche Katze ersetzt haben, das hat der gute Mann nicht kapiert".

Stattdessen schickte er tags darauf seine Ehefrau mit einer "grau-schwarzen Tigerkatze, die einen krummen Schwanz hatte" zu der Bäuerin. Aber die wollte "keine x-beliebige Bauernkatze, sondern eine Zuchtkatze". Und da sie diese nicht bekam, zog die Frau in Wiener Neustadt vor Gericht.

Zimmermann soll Vorfall in Wiener Neustadt bezeugen

500 Euro Schadenersatz für die tote "Milli" verlangt sie. Und da Millis Bruder nachträglich "krepiert" ist, dehnte die Bio-Bäuerin das Klagebegehren um zusätzliche 500 Euro Trauerschmerzensgeld aus. Der Prozess in Wiener Neustadt geht Ende Februar weiter - da soll unter anderem ein Zimmermann in den Zeugenstand kommen, der gesehen haben soll, wie der Installateur die rare Katze mit seinem Pkw überrollt hat.

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