Kurden schlagen IS-Kämpfer im Osten von Kobane zurück

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Nächtliche Luftangriffe gegen die IS
Nächtliche Luftangriffe gegen die IS
Die Terrormiliz wird im syrischen Kobane weiter zurückgedrängt. Doch im Irak schüren Extremisten mit einem Selbstmordanschlag neue Gewalt – trotz intensiver Luftschläge.

Kurdische Kämpfer haben die Jihadisten des Islamischen Staates (IS) weiter aus der umkämpften nordsyrischen Stadt Kobane vertrieben. Bei heftigen Gefechten von Mitternacht bis zum Sonntag in der Früh seien Truppen der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) in das vom IS besetzte Viertel Kani Araban im Osten der Stadt vorgedrungen, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Selbstmordanschlag im Irak

Im Irak starben nur einen Tag nach der Komplettierung der Regierung bei einem Selbstmordanschlag nahe Tikrit elf Menschen. Nach Angaben der unabhängigen Nachrichtenseite Al-Sumaria News hatten Selbstmordattentäter eine Versammlung von Sicherheitskräften in einem Dorf der nordirakischen Provinz Salaheddin angegriffen. Dabei sei auch der örtliche Polizeichef getötet worden. In den vergangenen Tagen hätten irakische Truppen mit Luftunterstützung der internationalen Koalition vermehrt IS-Stellungen in der Umgebung angegriffen.

Im Kampf gegen IS hatten die USA zuvor die Komplettierung der irakischen Regierung als wichtigen Schritt zur Wiederherstellung der Stabilität im Land bezeichnet. Dies erklärte am Samstag die Sprecherin des Außenministeriums in Washington, Jen Psaki. Das irakische Parlament hatte am Samstag Khaled al-Obeidi als Verteidigungsminister und Mohammed al-Ghabban als Innenminister bestätigt.

Der seit Anfang September amtierende Ministerpräsident Haidar al-Abadi hatte zunächst ein Kabinett ohne die beiden sicherheitsrelevanten Posten vorgestellt. Grund waren Streitigkeiten im Parlament über deren Besetzung. Der seit den Wahlen im Frühjahr andauernde Machtkampf in der Hauptstadt Bagdad hatte letztlich auch den IS-Vormarsch in weite Teile des Landes begünstigt.

Erfolge gegen IS in Kobane

In Syrien geriet die Eroberung der IS-Jihadisten der kurdischen Enklave Kobane an der Grenze zur Türkei ins Stocken. Die internationale Koalition und kurdische Einheiten konnten IS-Kämpfer weiter aus deren Eroberungen im Osten Kobanes zurückdrängen. “Es gab in der vergangenen Woche enge Absprachen zwischen beiden Seiten”, sagte Rami Abdel Rahman, der Leiter der syrischen Beobachtungsstelle, der dpa am Samstag. “Die Koalition war so in der Lage, mehr direkte Treffer gegen IS-Stellungen in Kobane zu landen.” Am Sonntagmorgen seien insgesamt sechs Luftschläge gegen IS-Stellungen östlich und westlich von Kobane erfolgt. Die Jihadisten belagern die Enklave seit knapp fünf Wochen. (APA/red)

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