Kuba: Invasion der Landkrabben

Es ist ein Naturschauspiel, das Touristen anzieht und viele Einheimische nervt. Jedes Jahr in der Zeit von April bis Juni belagern Millionen von kubanischen Landkrabben die Küstenstraße in der “Ciénaga de Zapata” im Süden der kubanischen Provinz Matanzas.

Die Tiere wandern aus den umliegenden Mangrovenwäldern auf direktem Weg in Richtung Meer, um sich dort zu paaren. Danach kehren sie in die Wälder zurück. Kurze Zeit später brechen die befruchteten weiblichen Tiere zu einer zweiten Wanderung auf. Um ihre Eier im Meer abzulegen und dann wieder den Rückweg anzutreten. Schließlich wandern auch noch die Jungtiere vom Meer in den Wald.

Immer wieder müssen die Tiere dabei die bis zu 7 Meter breite Küstenstraße überqueren. Naturschützer schätzen, dass dabei jährlich mehr als 3 Millionen Tiere überfahren werden. Die Krabben werden dennoch nicht weniger, behauptet Jorge Luis Jimenez von der kubanischen Wissenschafts- und Umweltbehörde: “Diese Art hat eine unglaubliche Verbreitung. Ich bin überzeugt davon, dass jedes Jahr Millionen Krabben auf der Straße überfahren werden. Aber nächstes Jahr sind wieder die gleichen Millionen da. Das liegt daran, dass diese Krabbenart sich sehr stark reproduziert. Die Straße hat ihre Zahl nicht verringert.”

Für die Touristen ist der Anblick der plattgefahrenen Landkrabben dennoch kein schöner Anblick: “Es bricht einem ein wenig das Herz, weil es Weibchen sind, die viele Eier tragen. Das macht einen traurig.”

Mittlerweile hat sich die Krabbenwanderung auch zu einer neuen Einnahmequelle für Kubaner entwickelt. Für eine Reifenreparatur nimmt Ito Molina 10 Dollar. Bei einem monatlichen Durchschnittsgehalt von 25 Dollar auf Kuba kein schlechtes Geschäft.

(Reuters)

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