Akt.:

Krebserregender Gen-Mais? – Stöger für nationales Anbauverbot

Global 2000: "Erschreckende Ergebnisse". Global 2000: "Erschreckende Ergebnisse". - © Symbolbild/Bilderbox
Das Kürzel NK 603 und eine aufsehenerregende französische Studie sorgen derzeit in ganz Europa für Aufregung. Darin heißt es, dass die gentechnisch veränderte und mit dem Pestizid Roundup behandelte Maissorte des US-Nahrungsmittelriesen Monsanto bei Ratten krebserregende Wirkung gezeigt habe. Im Falle einer Zulassung in Europa werde man – wie auch bisher in anderen Fällen – Anbauverbote verhängen, so eine erste Reaktion aus dem Gesundheitsministerium.

 (4 Kommentare)

Korrektur melden

Die Umweltschutzorganisation Global 2000 sprach am Donnerstag von “erschreckenden Ergebnissen”: “Nach nur wenigen Monaten zeigten mit Genmais gefütterte Ratten massive gesundheitliche Beeinträchtigungen. Bereits nach vier Monaten erkrankten die männlichen Tiere an Tumoren der Leber und der Nieren. Bei weiblichen Tieren zeigten sich zusätzlich nach sieben Monaten auch Geschwüre an der Brust. Die mit Genmais gefütterten Ratten starben wesentlich früher als jene, die mit ‘normalem’ Mais gefüttert wurden.” Die Studie sollte am Donnerstag in Brüssel präsentiert werden.

Umweltschützer sind sprachlos

Heidemarie Porstner, Gentechnikexpertin bei Global 2000, zeigte sich erschüttert: “Der untersuchte Gentech-Mais NK 603 von Monsanto ist in den USA als Nahrungsmittel zugelassen. Nach Europa wird er als Futtermittel für die Fleischproduktion importiert. NK 603 steht auf der Liste der gentechnisch veränderten Maissorten, die demnächst auch in Europa zum Anbau zugelassen werden könnten. Die Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) lautet, NK 603 sei genau so sicher wie konventioneller Mais. Man darf gespannt sein, wie die Bewertung der EFSA ausfällt, nachdem die Rattenstudie offiziell präsentiert worden ist.”

Nationales Anbauverbot geplant

“Wir werden die Studie selbstverständlich analysieren”, betonte Fabian Fußeis, Sprecher von Gesundheitsminister Alois Stöger (S), im Gespräch mit der APA. Sie bestärke jedenfalls die kritische Haltung Stögers bezüglich der Zulassung gentechnisch veränderter Lebensmittel in Europa. “Man sollte die Studie auch in Brüssel ganz genau prüfen.” Für Expertisen und detaillierte Schlüsse sei es, so Fußeis, derzeit noch zu früh. Nur so viel: “Wir haben bisher immer noch nationale Anbauverbote verhängt, und das werden wir auch diesmal tun, sollte dieses Produkt zugelassen werden.”

(APA)

Werbung


Kommentare 4

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

HTML-Version von diesem Artikel
Verkehr in Vorarlberg

Mehr auf vol.at
Kadyrow weist Millionenhilfe für Ostukraine an
Der vom Westen mit Sanktionen belegte tschetschenische Republikchef Ramsan Kadyrow hat humanitäre Hilfe von 7,5 [...] mehr »
Grüne orten bei Familienpolitik “viele Baustellen”
"Viele Baustellen" orten die Grünen in der Familienpolitik der Bundesregierung und der Vereinbarkeit von Familie und [...] mehr »
EU stockt Syrien-Hilfe um 50 Millionen auf
Die EU hat ihre humanitären Hilfsleistungen für Syrien um 50 Millionen Euro aufgestockt. Die gesamte Finanzhilfe der [...] mehr »
Ukraine für Gespräche mit Russland in Weißrussland
Im Konflikt um den Absturz von Flug MH17 hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko Verhandlungen mit der [...] mehr »
Kroatiens Ex-Premier gibt Tiroler Orden zurück
Der ehemalige kroatische Premier Ivo Sanader will den an ihn verliehenen Tiroler Adler-Orden freiwillig zurückgeben. [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Bitte Javascript aktivieren!