6. August 2008 09:50; Akt.: 6.08.2008 09:50

Krankheiten durch Stress steigen

Krankheiten durch Stress steigen © Bilderbox.at
Der Stress am Arbeitsplatz steigt, entsprechende Coaching-Angebote boomen: Fast jeder vierte Beschäftigte in der Europäischen Union leidet laut einer Studie der Europäischen Beobachtungsstelle für berufsbedingte Risiken darunter. (3 Kommentare)

Bei vielen endet der Dauerdruck in einem Burn-out. Auch dauernde Langeweile bleibt nicht ohne Folge: Nach Schätzungen von Schweizer Experten sind rund 15 Prozent aller Arbeitnehmer im Dienstleistungsbereich vom sogenannten Boreout-Syndrom betroffen.

Arbeitsbedingter Stress ist das zweithäufigste arbeitsbedingte Gesundheitsproblem. Zu den häufigsten Auslösern zählen laut der Beobachtungsstelle unsichere Arbeitsverhältnisse, hoher Termindruck, Mobbing und die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie. Im Jahre 2005 seien davon 22 Prozent der europäischen Arbeitnehmer betroffen gewesen. Vermutlich bis zu 60 Prozent aller versäumten Arbeitstage seien auf Stress zurückzuführen. Man geht davon aus, dass die Zahl der Betroffenen weiter zunehmen wird.

Nach Zahlen des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger sind die Krankenstandstage aufgrund psychiatrischer Krankheiten von 1991 bis 2006 um 92,5 Prozent gestiegen: Waren es 1991 noch 851.111 Betroffene, waren es vor zwei Jahren bereits 1.637.966 – also ein Mehr von 786.855 Menschen. Allein von 2005 bis 2006 stieg die Zahl um 7,4 Prozent (in Zahlen 113.522). Natürlich finden sich unter der Ursache “psychiatrische Krankheiten” die verschiedensten Symptome wie auch Alkoholismus, nicht nur ein mögliches Burn-out.

Nicht ausschließlich den Gesundheitszustand von Beschäftigten, aber generell von Personen ab 15 Jahren, zeigt die von Statistik Austria durchgeführte österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007. Davon lässt sich vielleicht eine Tendenz ableiten: 4,4 Prozent der Befragten gaben an, “ziemlich oft” in den vergangen vier Wochen vor der Umfrage so niedergeschlagen gewesen zu sein, dass sie nichts aufheitern konnte. 21,1 Prozent waren es “manchmal” und 72,4 Prozent “nie”. Erschöpft waren ein Prozent “immer”, 4,4 Prozent “meistens”, 10,9 Prozent “ziemlich oft”, 57,2 Prozent “manchmal” und 26,4 Prozent “nie”. Glücklich waren 18,3 Prozent “immer”, 49 Prozent “meistens”, 15,7 Prozent “ziemlich oft” und 14,8 Prozent “manchmal” sowie 2,1 Prozent “nie”.



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