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Kraftklub und Casper feierten HipHop-Rock-Party im Wiener Gasometer

Casper und Kraftklub begeisteren bei ihrem Auftritt im Gasometer in Wien Casper und Kraftklub begeisteren bei ihrem Auftritt im Gasometer in Wien - © Alexander Blach / VIENNA.AT
von Amina Beganovic - Wiedersehen macht Freude: Die Rock ‘n‘ Roll-Fraktion im deutschen Rap gab sich am Sonntagabend ein Stelldichein im Wiener Gasometer. Es wurde gefeiert, getanzt, und noch mehr getanzt.

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Kraftklub und Casper gemeinsam auf Tour – dass dieses Konzept mehr als funktioniert, bewiesen die deutschen Künstler im Sommer erfolgreich am Frequency Festival 2012.

Die Fans wussten also bereits, worauf sie sich freuen konnten, daher war es nicht verwunderlich, dass das ursprünglich in der Arena Wien geplante Konzert aufgrund der großen Nachfrage in die Planet.tt-Halle des Gasometers verlegt wurde.

Dort hielten die Herren Kraftklub zunächst den Hof auf der Bühne. „Hallo Wien, wir sind Kraftklub mit K. Und wir machen Tanzmusik!“, begrüßte Frontmann Felix Brummer das Publikum.

Kraftklub tanzten und ließen tanzen

Das Schema „Tanzmusik“ hielt sich für den Auftritt der fünfköpfigen Truppe aus dem deutschen Chemnitz durch. Ruhe und Zurückhaltung gibt es bei Kraftklub nicht. Wollte an diesem Abend auch niemand. Da schnalzten die roten Hosenträger, als Frontmann Brummer dem Publikum mit Tanzeinlagen einheizte, begleitet von „Zu Jung“, „Scheissindiedisko“ oder „Ich will nicht nach Berlin“.

Der Humor kam natürlich nicht zu kurz. Der Sänger erzählte von einem Interview der Band vom selben Tag bei der Radiostation FM4, die nach eigenen Angaben „nur einen Kraftklub-Song in ihrer Rotation haben. Aber immerhin!“, woraufhin gleich „Mein Leben“ das Gasometer zum Springen brachte.

Das große Finale lieferten die „Songs für Liam“, wobei Kraftklub es sich nicht nehmen ließen, ein kurzes Erinnerungsvideo mit dem Publikum zu drehen, bevor nochmal die letzten Energiereserven hervor geholt wurden. Felix Brummer dazu nostalgisch: „Unser erstes Konzert hier in der Stadt war vor Jahren im kleinen B72 – und jetzt schaut euch das mal an! Danke, Wien!“

Casper: Hip-Hop-Indie Rock vom Feinsten

Als die markante rauchige Stimme schließlich: „Wien, könnt ihr noch?“ ins Miko hauchte, ging es nicht minder kraftvoll mit dem zweiten Teil des Abends weiter. Casper betrat mitsamt Band die Bühne.

E-Gitarre, sanfte Klavierklänge, ein lauter Bass, getragen von Caspers markantem Sprechgesang – der deutsche Rapper, der auch viele Jahre in den USA gelebt hat, versteht es, sich und seine Musik zu inszenieren. Unterstützt wurde er dabei von der hervorragenden Bühnenperformance seiner Band.

Dem Publikum wurde keine Pause gegönnt: Es wurde gesprungen, gesungen, aber auch das Herz ausgeschüttet. Die ebenso emotionalen wie ab und an autobiografischen Texte sind auch ein Markenzeichen des Rappers. Wird Caper dafür ab und an vielleicht von bösen Zungen kritisiert (oder gar abwertend als „Emo-Rapper“ bezeichnet), dankte ihm das Wiener Publikum Songs wie „Kein Held“, „Auf und Davon“ oder „Unzerbrechlich“.

Casper und Kraftklub bewiesen an diesem Abend, dass das neue Genre aus Rock und Hip-Hop wohl weiter in aller Munde bleiben wird, auch in Österreich. Ist die Musikrichtung vielleicht nicht jedermanns Sache, so kann sie in jedem Fall für gelungene Live-Shows sorgen – so wie auch am Sonntag in Wien.

VIENNA.AT hat Kraftklub und Casper zum Interview getroffen. Was sie über ihren Erfolg und ihren Fans denken, kann man demnächst hier nachlesen.

 

 

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